Call of Duty’s neues Anti-Cheat-System „Ricochet“ vorgestellt

Das neue Anti-Cheat-System von Call of Duty wurde kürzlich enthüllt. Es basiert auf einem Kernel-Treiber. So funktioniert es.

Vor Kurzem hatten wir in einem Artikel darüber berichtet, dass Call of Duty demnächst eine Enthüllung des neuen Anti-Cheats plant. Und endlich wurde das neue System vorgestellt, welches das Cheaten in zukünftigen Call of Duty Titeln deutlich erschweren soll. Der Name könnte nicht passender gestaltet sein: „Ricochet“ (zu deutsch: Querschläger).

Zum ersten Mal soll das Programm bei Call of Duty: Vanguard eingesetzt werden. Und später im Jahr, wird es dann auch auf Warzone übertragen – wahrscheinlich zum Release der Pazifikkarte.

Entwickelt von Experten

Ricochet wurde laut dem offiziellen Bericht von Call of Duty „von einem Team engagierter Fachleute“ entwickelt, die sich auf die Bekämpfung von unfairen Spielens konzentrieren. Das Programm sei eine vielschichtige Herangehensweise, um Cheating zu bekämpfen.

Dazu nutzt Ricochet serverseitige Tools, welche:

  • Analysen erstellen und das System überwachen, um Cheating zu erkennen
  • Fortschrittliche Untersuchungen vornehmen, um Cheater auszumerzen
  • Die allgemeine Kontosicherheit durch Updates erhöhen
  • … und einiges mehr.

Kernel-Level-Treiber und Serververbesserungen

Zusätzlich zu Ricochet wird ein neuer Kernel-Level-Treiber auf dem PC veröffentlicht, der eigens für Call of Duty entwickelt wurde. Dieser assistiert dem Team beim Identifizieren von Cheatern und verbessert nebenbei die allgemeine Serversicherheit. Der Treiber wird hingegen erst zum Release der Pazifikkarte in Warzone veröffentlicht und später für Vanguard erscheinen.

Doch wie funktioniert das? Der Treiber bekommt hohe Zugriffsrechte, um Software und Anwendungen auf dem PC zu überwachen. Jede Anwendung, die versucht, mit Warzone zu interagieren, wird überprüft. So sollen Manipulationsversuche jeglicher Art erkannt und beseitigt werden. Dadurch werden dem gesamten Sicherheitsteam mehr Informationen zur Verfügung gestellt, um die Sicherheit der Spieler und des Spiels zu erhöhen. Sobald der Treiber veröffentlicht wird, wird niemand mehr Warzone starten, geschweige denn Spielen können, ohne diesen installiert zu haben.

Der Schutz Eurer Daten und die Privatssphäre sollen jedoch höchste Priorität haben. Das Programm wird erst aktiviert, wenn Ihr Warzone oder Vanguard startet und fährt auch wieder herunter, wenn Ihr das Spiel beendet. Es werden auch nur Daten überprüft, die Bezug zu Call of Duty haben. Aber eins ist klar: Durch das auf dem Spielerrechner installierte Programm soll das Nachdenken einzelner Spieler angeregt werden (Ja, wir schauen auf Euch Content-Creator und andere schummelnde Eintagsfliegen). Denn bisher blieb es ohne große Konsequenzen, wenn Accounts gebannt wurden, da man ja in kürzester Zeit ein neues, kostenloses Spielerkonto erstellen konnte. Zusätzliche Sicherheit soll durch das Aktivieren der Zwei-Faktor-Authentifizierung gewährt werden.

Weiterhin ist auch die Interaktion mit der Community wichtiger Bestandteil des Ricochet-Anti-Cheats. Cheater sollen auch nach dem Release von Ricochet gemeldet werden, um das Tool anzupassen und zu verbessern. Je mehr die Spieler dabei helfen, Cheater zu entlarven, desto zielsicherer und besser kann das System eingestellt werden.

Cronus- & Xim-Adapter wohl bald Geschichte

Wo wir gerade dabei sind: Ricochet soll auch Cronus Max/Zen und Xim-Adapter erkennen. Das jedenfalls behauptet Jackfrags in einem Video. Er wurde mit anderen ContentCreator zu einem Treffen eingeladen, bei dem Ricochet vorgestellt wurde. Dabei hat Activision durchblicken lassen, dass sie gerade mit Microsoft und Sony zusammenarbeiten, um Xim- und Cronus-Adapter ebenfalls zu erkennen und vor Release blockieren wollen. Das würde die Behauptung bestätigen, dass die Konsolenhersteller ebenfalls daran arbeiten diese Adapter zu blockieren. Erste Tests seien vielversprechend.

Auch soll ein „Trust-System“ eingeführt werden. Das bedeutet, wenn jemand gemeldet wurde und es noch nicht sicher ist, ob dieser cheatet oder einfach nur gut ist, er auf eine „not trustworthy“ Liste gesetzt wird. Wer auf dieser Liste landet, kann nur mit anderen Spielern spielen, die auch auf so einer Liste sind. Das heißt, es gibt dann Lobbies voll mit potenziellen Cheatern, die sich gegenseitig das Spiel mies machen. Natürlich werden die Spieler auch wieder herausgenommen, wenn klar ist, dass sie nicht schummeln. Diese Herangehensweise gab es schon in anderen Spielen und war dementsprechend erfolgreich.

Solltet Ihr noch Fragen haben oder wenn etwas unklar ist, hat Activision eigens dafür ein FAQ erstellt, bei dem Ihr reinschauen könnt.

Was haltet Ihr von Ricochet? Denkt Ihr es genügt um Cheatern Einhalt zu gebieten? Schreibt es uns in die Kommentare!

Quelle: Call of Duty