CoD:Black Ops – Die USK in Aktion


Wie schon bei Call of Duty: World at War setzt Treyarch auch bei BlackOps auf erhöhte Gewaltdarstellung, zumindest in der UnCut-Version. Denn auch beim neuesten CoD-Sprössling hat die USK wieder die Schere angesetzt. Doch wie viel wurde eigentlich bei der deutschen Version geschnitten? Diese Frage beantworten die Kollegen von Gamestar. Die haben nämlich die USK-Version mit der US-Version verglichen.
Ein Stück Schädel bitte
In einer Szene des Spiels kann man das Projektil aus unserer Waffe in Zeitlupe verfolgen wie es mit voller Wucht in die Stirn des Gegners einschlägt. Neben der obligatorischen Blutfontäne, die auch in der USK-Version zu sehen ist, kann man in der US-Version beobachten wie ein Stück Schädelknochen nach dem Einschlag des Projektils zu Boden trudelt. Bei solche Szenen setzt die USK natürlich den Rotstift an.
Kehle sägen
In einer anderen Mission muss man einen Gegner ausschalten, damit man bei seiner Aufgabe die man zu erfüllen hat, nicht entdeckt wird. Da man sich dort im Wasser befindet und der nichts ahnende Gegner ganz in der Nähe ist, wird dieser aus dem Wasser heraus von hinten überwältigt und ins kühle Nass gezogen. Dabei wird ihm unter Wasser mit mehreren sägenden Bewegungen die Kehle aufgeschlitzt. Diese Beschreibung stammt aus der US-Version. Und was wurde von der USK hier geändert? Rein gar nichts.
Genau wie in der folgenden Schilderung einer Szene, bei der man einem schlafenden Gegner, der in seiner Hängematte dahin träumt, ein Bowie-Messer in seinen Hals sticht und dadurch die Halsschlagader durchtrennt. Auch hier hat die USK die Schere stecken lassen.
Mittendrin statt nur dabei
Dies bezieht sich auf eine Folterszene einige Spielabschnitte weiter. Vor einem sitzt ein Gefangener der wichtige Informationen besitzt, die er natürlich nicht freiwillig preisgeben will. Da Kitzeln hier nicht hilft, schlägt man dem Gefangenen auf Knopfdruck ins Gesicht. Da dies dem Besitzer der Informationen nicht wirklich beeindruckt, kann man durch einen weiteren Knopfdruck eine Fensterscheibe zerbrechen. Die Hand unseres Protagonisten greift eine Scherbe, stopft diese dem Gefangenen in den Mund und schlägt nochmal kräftig nach. Der Mann spuckt Blut und Scherben.
Ob sowas wirklich in ein Spiel gehört muss jeder für sich selbst entscheiden. Die USK hat auf jeden Fall was dagegen und dadurch beginnt der Spielabschnitt in der deutschen Fassung erst nach der Foltersequenz. Wir finden das man dies auch anders hätte regeln können, wie z.B. beim Vorgänger wo die Folter lediglich angedeutet wurde und den Rest der Vorstellungskraft des Spielers überließ.
Da fliegen sie wieder
Genau. Hier reden wir von den Gliedmaßen, die sich in der US-Version nicht nur durch Granaten und Raketenwerfer sondern auch durch großkalibrige Revolver abtrennen lassen. Und wie schon in der deutschen Version von World at War, bleiben auch hier die Gliedmaßen wo sie hin gehören: am Körper. Hier bleibt die USK also ihrer Linie treu.
Kurios
Folgendes Szenario: Man fährt mit seinem Kollegen in einem Kanonenboot den Fluss hinauf und während man in der Dämmerung mit der Bordkanone Gegner, Fahrzeuge und Gebäude vom Ufer räumt, wird man von den Rolling Stones mit „Sympathy for the Devil“ musikalisch begleitet. In der deutschen Version muss man die Musik selber bereit stellen, denn die USK hatte was gegen die musikalische Untermalung oder sie mögen die Stimme von Mick Jagger nicht.
Fazit

Laut den anwesenden PR-Managern wurden außer den hier geschilderten Änderungen und der Entfernung verfassungswidriger Symbole keine weiteren Kürzungen vorgenommen.

So heißt es im Bericht auf Gamestar.de. Im Endeffekt waren die vorgenommenen Änderung zu erwarten und somit gab es keine großen Überraschungen. Obwohl wir selber die Folterszene nicht gesehen haben, finden wir es gut das diese in der deutschen Version entfernt wurde. Sowas hat nichts in einem Spiel zu suchen.
Wer trotzdem die ganze Gewaltdarstellung haben möchte, muss wohl zum Import aus Österreich greifen. Dort erscheint Black Ops, bis auf die Entfernung von verfassungswidriger Symbole, gänzlich ungeschnitten und auf deutsch.
Quelle: gamestar.de