Warzone – Sonne ist die neue Meta

Activision opfert mit den Lichtverhältnissen in Warzone die Spieler an den Sonnengott der Inkas. Deshalb werden Rufe nach einem Nerf laut.

Nunja, es ist vermutlich keine Absicht. Dennoch ist es ein nachgewiesenes Problem in Warzone: Die Sonne blendet zu stark. Was in vielen Spielen mit taktischer Finesse gegen die Gegner genutzt werden kann, ist in Warzone ein ausgesprochenes Übel. So ist es beispielsweise in Battlefield ein bekanntes Manöver, sich während des Luftkampfes mit dem Flugzeug so zu positionieren, dass der Gegner direkt in die Sonne blickt. Dadurch wird er geblendet und sieht das herannahende Übel nicht oder nur sehr schlecht.

Aber wie kam es dazu? Als das „neue“ Verdansk dank Nuklearsprengköpfe in die 80er Jahre zurückgebombt wurde, hat es auch einen neuen Anstrich bekommen. Dieser war ein matschiges Grau in Grau.

Mit dem neuesten Update, in dem die Helden der 80er kamen, hat sich das noch einmal verändert. Statt dem Matsch erblüht Verdansk jetzt in kräftigen Farben, welche die 80er Jahre unterstreichen sollen. Und da liegt das absurde Problem mit der zu grellen Belichtung.

Was im ersten Moment vielleicht nicht so wild klingt, ist ein echtes Problem in Warzone. Viele Spieler sind am Rande der Verzweiflung. Nicht, dass viele Spieler trotzdem dauernd am rumnörgeln wären… Aber dieses Mal ist tatsächlich eine einheitliche Erschütterung der Macht in der Community zu spüren.

Auf Reddit gibt es derzeit einige Spieler, die ihren Frust herauslassen und dabei Situationen zeigen, in denen die Sonne ihnen das Leben schwer gemacht (oder beendet) hat. An dem nachfolgenden Beispiel sehen wir den Reddit-User „Nubanuba“, wie Sonnenlicht durch ein Deckenfenster flutet. Keine Frage, ein grafisch extrem eindrucksvoller Effekt – jedoch sieht man überhaupt nichts anderes mehr.

In den Kommentaren geben Spieler ihre Zustimmung dazu und schildern eigene Erfahrungen. Einer schreibt:

Das Blitzen eines Snipervisieres verschwindet fast gänzlich durch die Umgebungseffekte. Wenn ein Spieler sich in den Schatten legt während hinter ihm die Sonne scheint, ist es fast unmöglich ihn zu sehen, wenn man in offenes Gelände läuft.

Reddit-User nineapathy

Deswegen wird ein Nerf der Sonne gefordert. Ein Gerücht besagt, dass die Sonne tödlicher sei als es Waffen wären. Einige Spieler machen hingegen Witze darüber und meinen, man solle sich einfach eine Sonnenbrille aufziehen oder nicht in die Sonne schauen. Manche sehen scherzeshalber schon die Sonnenbrille als das nächste Objekt im COD-Shop.

Ein weiterer Teil der Spielerschaft hingegen sieht das Positive daran: Wenn man aus einem Haus durch ein Fenster nach draussen schaut, sieht man kaum etwas von der Umgebung. Das heisst, Camper welche sich in den Häusern verstecken, müssen nun nah ans Fenster treten um etwas sehen zu können. Dadurch sind sie leichter sichtbar für nichtsahnende Opfer.

Activision weiß von dem Problem

Eine erste Hoffnung gab es, als der leitende VFX-Artist von Warzone, Reed Shingledecker, sich zu der Problematik äußerte. Nach einiger Zeit musste er aber klar stellen, dass er leider keine schnelle Lösung anbieten konnte. Denn er könne nur die Linsenreflexion verändern, jedoch habe er keine Kontrolle über die Helligkeit der Sonne.

Also gibt es zum jetzigen Stand leider noch keine Lösung des Problems. Es bleibt abzuwarten, ob die Sonne angepasst oder als bewusster „Tropfen“ Realismus im Spiel behalten wird.

Was haltet Ihr von der Thematik? Schreibt es uns in die Kommentare!