Wortgefecht zwischen Activision und EA


In den letzten beiden Tagen lieferten sich Activision und EA sich ein kleines Wortgefecht, das in Zukunft mit Sicherheit sporadisch weitergeführt werden wird.
Den Anfang machte ActivisionBlizzard (ATVI) CEO Bobby Kotick. Dieser sagte in einem Interview mit dem britischen EDGE Magazin unter anderem, dass EA den unabhängigen Entwicklerstudios, die sie übernehmen, die Identität und Unabhängigkeit nimmt, indem sie die Studios in „EA Florida“ oder „EA Vancouver“ umbenennen.

Activision sei stolz auf seine Studios und lasse ihnen daher die Namen und damit auch ihrer Identität und Kultur.

„Das Kernprinzip wie wir unser Unternehmen leiten ist das genaue Gegenteil von EA,“ sagt Bobby Kotick. „EA kauft ein Entwicklerstudio und nennt es dann in `EA Florida’, ‘EA Vancouver’, ‘EA New Jersey’ oder wie auch immer um. Wir haben uns das immer angeschaut und uns gesagt, `Wisst ihr was? Was wir an Entwicklerstudios mögen ist, dass sie eine eigene Kultur haben und unabhängige Visionen. Das macht sie so erfolgreich.’ Wir haben kein Activision-Etwas – bei uns heißt es Treyarch, Infinity Ward, Sledgehammer.

Auch der Versuch von EA zum Marktführer Activision aufzuschließen bzw. ihn zu überholen sei zum Scheitern verurteilt. Das liege laut Kotick daran, dass EA als Arbeitgeber zu unattraktiv sein, keiner dort arbeiten wolle und diejenigen, die dort arbeiteten es eigentlich nur tun würden, damit sie einen Job haben. Zudem fehle es EA an einer eigenen Firmenkultur. Das größte Problem jedoch sei, dass die Aktienoptionen für Angestellte fast nichts wert seien und EA generell „seinen Weg verloren hat“.

„[…] EA hat viele Ressourcen, es ist eine große Firma, die schon lange in der Branche unterwegs ist, […] aber sie straucheln schon eine ganze Weile. Das schwierigste Problem, mit sie sich konfrontiert sehen ist, dass gute Leute nicht dort arbeiten wollen. Es ist so, wenn du keine andere Wahl hast, dann überlegt man sich es dort zu arbeiten. […] Das ist ihre größte Herausforderung: Ihre Aktienerwerbsoption für leitende Angestellte hat keinen Wert. Sie haben ihren Weg verloren.“

Das ließ EA natürlich nicht auf sich sitzen und ließ Jeff Brown, Vizepräsident of Communications bei EA, auf die Aussagen von Kotick antworten. Brown sprach dabei natürlich auch den Rechtsstreit zwischen Activision und Jason West, Vince Zampella und weiteren (teils ehemaligen) Mitarbeitern von Infinity Ward an, sowie einen älteren zwischen Activision und Double Fine Productions (Das Studio hinter Brütal Legend) aus dem letzten Jahr.

„Koticks Beziehungen mit Studiotalenten ist gut in Rechtsstreitigkeiten dokumentiert. Seine Firma basiert auf drei Franchises – Eine ist eine fantastisch beständige Welt, mit der er nichts zu tun hat; Eine ist im freien Fall und das dritte ist dabei an Koticks eigener Überheblichkeit zugrunde zu gehen.“

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