Cybersicherheit für Gamer: Wie du beim Spielen sicher bleibst

Cybersicherheit ist ein Thema, mit dem sich viele Gamer noch nicht ausgiebig genug befassen. Vor allem auf einer Konsole vergessen wahrscheinlich die meisten Nutzer, dass auch dort Hacker lauern können. Xbox und Playstation sind ständig online. Denn ohne eine dauerhafte Verbindung zum Internet funktionieren die Konsolen nur eingeschränkt. Updates können nicht heruntergeladen werden und Games nicht online gespielt werden. Daher ist es bei den Konsolenspielen genauso wichtig, sicher unterwegs zu sein. Wir zeigen dir, worauf du achten solltest.

Häufige Cyberattacken auf Gamer

DDoS-Angriffe

Diese Art von Attacken nutzen Hacker häufig, um eine Webseite oder ein Netzwerk mit einer massiven Menge an Anfragen zu überlasten und lahmzulegen. Die Abkürzung steht für Distributed-Denial-of-Service.

Bei Konsolen sind diese Attacken verbreitet; meist greifen Cyberkriminelle Online-Dienste wie Xbox Live oder das PlayStation Network an. Letzteres war 2011 Ziel eines großen DDoS-Angriffes.

Bruteforce und Keylogger

Ein beliebtes Diebesgut für Hacker sind zweifellos Login-Daten von Gamern.  Erst letztes Jahr hackten Unbekannte die Accounts von mehr als einer halben Millionen Spielern bei Call of Duty. Die Konten hatten allesamt keine 2-Faktor-Authentifizierung; das bedeutet, es musste beim neuen Login auf einem unbekannten Gerät keine zusätzliche Bestätigung durch einen Code erfolgen.

Bei der Bruteforce-Methode versucht ein Hacker durch wiederholte Eingabe unterschiedlicher Nutzernamen und Passwörter, die Anmeldeinfos zu erraten. Unterstützt durch entsprechende Programme kann er Millionen von Passwort-Kombinationen in der Sekunde durchgehen, bis er das richtige errät. Schwache Passwörter bedeuten, dass der Angreifer nur wenige Sekunden benötigt, bis er erfolgreich ist. Deshalb ist es wichtig, dass die eigenen Passwörter möglichst komplex sind. Eine willkürliche Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen erhöht die Cybersicherheit enorm. Um die Passwörter zentral zu speichern, kannst du einen Passwort-Manager nutzen.

Ein Keylogger kann eine Hard- oder Software sein, die Hacker dazu nutzt, die Eingabe an der Tastatur des PCs zu protokollieren. Dass jemand deinen privaten PC mit einer Keylogger-Hardware ausrüstet, ist eher unwahrscheinlich. Diese Fälle gibt es vor allem im Unternehmensbereich. Wahrscheinlicher ist das Einschleusen einer Software, die sich zwischen Betriebssystem und Tastatur schaltet. Diese liest die Tastendrucke und schickt sie über das Internet an den PC des Hackers. Auf diese Weise kann der Angreifer Zugangsdaten abgreifen.

Am besten schützt du dich gegen Keylogger in Form einer Software, wenn du verhinderst, dass eine solche Malware überhaupt erst auf deinen PC gelangt.

Malware

Malware ist ein Oberbegriff und umfasst alle möglichen Arten von Schadsoftware wie Spyware, Viren und Trojaner – aber auch harmlosere Formen wie Adware. Gamer laufen Gefahr, sich Malware durch Downloads aus unseriösen Quellen einzufangen.

Hacker könnten dich mit der exklusiven Vorabansicht auf einen neuen Teil von Call of Duty locken, der offiziell noch gar nicht erschienen ist. Dieses Vorgehen wird auch als Social Engineering (bedeutet übersetzt soviel wie „Angewandte Sozialwissenschaften“) bezeichnet. Denn Angreifer versuchen, das Vertrauen des Gamers zu gewinnen, und werfen ihm einen Köder aus. Klickt der Gamer nun in der E-Mail auf den Link, gelangt er auf eine gefälschte Seite. Startet er dort einen Download, lädt er sich Schadsoftware auf seinen PC herunter.

Schützen kannst du dich vor Malware mit entsprechenden Anwendungen, die Malware auf deinem PC ausfindig machen und beseitigen können. Achte aber darauf, dass du dir diese Tools aus vertrauenswürdigen Quellen herunterlädst; denn ansonsten passiert genau das, was du eigentlich verhindern wolltest: du lädst dir Malware herunter.

Als universale Lösung solltest du ein VPN (Virtual Private Network) nutzen. NordVPN bietet CyberSec an. Diese Funktion kann auf eine Datenbank mit nicht vertrauenswürdigen Webseiten zugreifen und vergleicht die Seite, die du versuchst aufzurufen, mit den dortigen Einträgen. Besuchst du eine Webseite auf der Liste, blockiert CyberSec unmittelbar deinen Zugang. Die App NordVPN im PlayStore für Android bietet diese Funktion ebenfalls, so dass du auch beim Surfen mit dem Smartphone geschützt bist.

Der Vorteil eines VPN ist außerdem, dass du es auf einem Router einrichten kannst; es gibt Router auf dem Markt, bei denen ein VPN bereits vorinstalliert ist. Dadurch ist automatisch jedes Gerät, das mit dem Router verbunden ist, durch das VPN geschützt – auch deine Xbox.

Allgemeine Tipps

  • Wenn du den Verdacht hast, dass Cyberkriminelle es auf dein Xbox-Live-Konto abgesehen haben, ändere – falls das noch möglich ist – so schnell wie möglich dein Passwort.
  • Sperre alle Zahlungsmittel, die du hinterlegt hast, wie Kreditkarten oder dein PayPal-Konto. Solltest du eine SMS erhalten, die dich bittet, einen kostenpflichtigen Download zu bestätigen, reagiere nicht darauf.
  • Kontaktiere so schnell wie möglich den Support von Xbox Live, vor allem dann, wenn du dich gar nicht mehr einloggen kannst.
  • Richte eine Zwei-Faktor-Authentifizierung ein. Wie anfangs erwähnt, hatten alle Konten bei Call of Duty, die Angreifer hacken konnten, diese nicht aktiviert.
  • Lade regelmäßig Updates für deine Konsole herunter.

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