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Call of Duty Modern Warfare Remastered

Call of Duty: MW Remastered – Alter Shooter im neuen Kleidchen

Endlich ist es soweit. Call of Duty: Modern Warfare Remastered ist nun auch alleine erhältlich. Grund genug, sich die Kampagne noch einmal näher anzusehen.

Seit dem Erscheinen von  hatte ich darauf gewartet, diesen Teil auch alleine ohne Call of Duty: Infinite Warfare zu bekommen und spielen zu können. Call of Duty: Infinite Warfare wollte ich mir nämlich nicht zulegen, obwohl die Beta sehr viel Spaß gemacht hat.

Nun ist auch Call of Duty: Modern Warfare Remastered einzeln erhältlich und deshalb habe ich einen Blick in die Kampagne geworfen.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich das Originalspiel von 2007 nicht gespielt habe und deshalb keinen Vergleich anstellen kann. Ich hatte nur mal wieder Lust, mich in ein -Spektakel zu stürzen, ohne mich viel um die Story kümmern zu müssen.

Abwechslungsreiche Missionen

Die Missionen führen mich in Krisengebiete in Osteuropa, Russland und den Nahen Osten. Hier schlüpfe ich in unterschiedliche Rollen, die aber für den Spielablauf nicht wirklich von Bedeutung sind.

Call of Duty Modern Warfare Remastered

Wie immer in den Kampagnen von Call of Duty wurde viel Wert auf Abwechslung gelegt, um nicht alles in öde Ballereien ausarten zu lassen. Mal schleiche ich mich als Sniper durch hohes Gras, mal kann ich aus dem Hubschrauber gegnerische Stellungen attackieren oder ich werde losgeschickt, ein paar Panzer mit C4 in die Luft zu sprengen. Zugegeben, mit dem Einfallsreichtum der aktuellen Teile kann Call of Duty: Modern Warfare Remastered nicht mithalten, aber es reicht auf jeden Fall aus, um keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Geteilte Meinungen

Natürlich habe ich die Kommentare und Meinungen zum Spiel vorab ein wenig studiert. Da wird vor allem gemosert, dass außer der überarbeiteten Grafik nichts Neues dazugekommen sei und dass verschiedene Maps für den Multiplayer zusätzlich etwas kosten sollen.

Call of Duty Modern Warfare Remastered

Die Erwartungshaltung bzgl. neuer Inhalte finde ich allerdings etwas merkwürdig. Wenn schon groß angekündigt wird, dass vor allem Rendering, Texturen und Ausleuchtung überarbeitet wurden, sollte doch klar sein, dass es sich nur um das alte Spiel im neuen Gewand handelt.

Die Preispolitik für die zusätzlichen Maps kann ich aber auch nicht wirklich nachvollziehen. Da soll man zusätzliches Geld für 4 überarbeitete Maps in die Hand nehmen. Allerdings beinhaltet der Multiplayer bereits standardmäßig schon 10 Maps. Wer also kein Geld ausgeben will, soll es doch einfach bleiben lassen und mit den Standardmaps seinen Spaß haben. Ich vermute, dass die Begeisterung für den Multiplayer auch bald nachlassen wird, denn der Großteil der Spieler tummelt sich trotzdem auf den Servern der aktuellen -Teile.

Einen seltsamen Nachgeschmack haben diese Aktionen allerdings schon. Hier beschleicht einen schnell das Gefühl, abgezockt zu werden. Aber wem’s zu teuer ist, der soll es einfach nicht kaufen. Call of Duty: Modern Warfare Remastered ist ja nicht der einzige Shooter in den Verkaufsregalen.

Auch was für’s Auge

Wie schon erwähnt, habe ich den Originalteil nicht gespielt und kann mich hier auch nur auf einschlägige Berichte verlassen, die die grafische Überarbeitung loben. Und der optische Eindruck ist durchaus positiv. Detailreiche und schön gemachte Umgebungen laden zum Erkunden ein, obwohl dazu in diesem rasanten Spiel fast keine Zeit bleibt.

Call of Duty Modern Warfare Remastered

Ob Spiegelungen im Wasser, kleine Narben in den Gesichtern der Kameraden, Blätter, die sich im Wind bewegen, oder das Sonnenlicht, das durch Fenster scheint: die Verwandlung in ein modernes Spiel ist in diesem Bereich auf jeden Fall gelungen.

Die KI lässt zu wünschen übrig

Vielleicht lag es an meinem eingestellten Schwierigkeitsgrad (oder Leichtigkeitsgrad), aber manchmal musste ich mich doch über die KI der Gegner wundern. Obwohl ich teilweise ziemlich unter Beschuss stand, waren nicht alle Gegner besonders helle Kerzen auf der Torte. Manche schienen mich gar nicht zur Kenntnis zu nehmen und wurden so für mich eine leichte Beute. Das muss ja nicht unbedingt negativ sehen, denn so konnte ich mich immer mal wieder als Held fühlen 😉

Verwirrung inclusive

Etwas was sich wie ein roter Faden durch alle CoD-Kampagnen zieht, ist die heillose Verwirrung, die sich bei mir innerhalb kürzester Zeit einstellt. Und dieser 10 Jahre alte Teil macht da keine Ausnahme. Irgendwie verliere ich schon nach wenigen Minuten Spielzeit komplett die Orientierung. Obwohl mir im HUD immer schön angezeigt wird, wo ich als nächstes hin muss, laufe ich wie ein aufgeschrecktes Huhn erst einmal gefühlt stundenlang im Kreis. Die CoD-Zielführung und ich, wir werden wahrscheinlich nie dicke Freunde werden.

Call of Duty Modern Warfare Remastered

Auf angesagte Befehle wie z.B. „Nimm dir den Raketenwerfer und hol‘ den Heli vom Himmel!“ möchte ich immer zurückbrüllen „Würde ich ja gerne, aber wo bitte soll denn dieser bescheuerte Raketenwerfer sein!“. Auch muss ich gestehen, dass ich mich bei vielen Befehlen erst einmal gar nicht angesprochen fühle, bis ich dann die fünfte Aufforderung bekomme. Oh, da bin ja ich gemeint!

Vielleicht liegt es daran, dass die Feindbegegnungen für mich fast immer zu rasant ablaufen und ich mehr mit Zielen und Suchen nach einer Deckung beschäftigt bin, als mich irgendwie zu orientieren. Ich habe mich allerdings auch mit meiner Ziellosigkeit mittlerweile arrangiert. Ohne mich läuft das Geschehen ja nicht weiter. Sollen die anderen doch einfach warten.

Kurzes Vergnügen

CoD-Kampagnen sind kurz. Eigentlich sind sie sehr kurz. Call of Duty: Modern Warfare Remastered ist aber noch kürzer. Trotz verwirrtem Hin- und Hergelaufe, ein wenig suchen nach ein paar Sammelgegenständen und schönen Ausblicken für Screenshots, war ich in knapp 5 Stunden durch. Da war ich dann doch etwas überrascht, denn ich hatte mich da gerade erst wieder so schön in Call of Duty eingespielt.

Call of Duty Modern Warfare Remastered

Trotzdem nimmt mich die Stimmung, die dieser Spielreihe zu eigen ist, wieder gefangen. Auch weil die Schauplätze ständig wechseln und es in jeder Mission unterschiedliche Herausforderungen gibt, macht es unheimlichen Spaß, sich ins Kampfgetümmel zu stürzen. Die einzelnen Missionen sind auch gut zu schaffen, wenn man gerade mal nur wenig Zeit zum Zocken hat. Damit ist Call of Duty: Modern Warfare Remastered der ideale Shooter für zwischendurch.

Mein Fazit

Call of Duty: Modern Warfare Remastered ist ein bodenständiger Shooter, der auch ohne Booster-Gehüpfe und Wandgelaufe viel Spielspaß bietet. Die klassische Bewaffnung, ein paar Granaten und vielleicht mal hier und da der Einsatz von Claymore sind eine erfrischende Rückkehr zu den Basics. Das Fehlen von jeglicher Sci-Fi-Hi-Tech (gibt’s den Ausdruck überhaupt?) ermöglicht wieder die Konzentration auf’s Wesentliche und das bietet Call of Duty: Modern Warfare Remastered in jedem Fall.

Für denjenigen, der nur die Kampagne spielen will, finde ich den Preis von 30 Euro für den bzw. 40 Euro für die Konsolen für die kurze Spielzeit allerdings überteuert. Da gibt es günstigere Alternativen.

Vielleicht bietet ja der Multiplayer noch zusätzlichen Spielspaß, aber ich bezweifle, dass die Begeisterung hier lange anhalten wird. Es ist abzusehen, dass sich eingefleischte CoD-Fans dann doch lieber wieder aktuell erschienenen Titeln zuwenden werden.

Call of Duty: Modern Warfare Remastered ist für PC, PlayStation 4 und One erhältlich.

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Über minkitink

Ich lasse mich für viele verschiedene Genres begeistern, solange es sich nicht um Strategie- oder Sportspiele und Zeugs mit Elfen, Zauberern, Drachen oder Zombies handelt. Meine eindeutige Favoriten sind allerdings Schleich- und Actionspiele. Wenn die dann noch ins Steampunk- oder SciFi-Genre fallen, dann kann ein Spiel auch schon mehrfach durchgezockt werden. Horror- oder Shooter-Spiele werden zwischendurch auch gerne bearbeitet, wobei mangelnde Schnelligkeit meist durch hinterhältiges Heranschleichen an den Feind und das Schreien von Kraftausdrücken kompensiert wird.

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