Call of Duty – Nicht immer ist Cheating der Grund eines Banns

Activision bannt Spieler wegen Verstößen gegen die Sicherheitsrichtlinien. Hier sind die aktualisierten Richtlinien, die Ihr beachten solltet.

Es ist kein Geheimnis, dass Activision mit aller Macht versucht, Call of Duty frei von Cheatern zu halten. Der neueste Schlag gegen die Cheater ist eine Klage von Activision gegen den deutschen Cheat-Anbieter EngineOwning.

Doch nicht immer ist das Nutzen eines Cheats der Grund, weswegen Spieler gebannt werden. Wir listen auch die Gründe auf, die euch eher unerwartet vom Spielen ausschließen. Falls Ihr Euch selbst einen Blick verschaffen wollt, könnt Ihr das hier tun.

Verschiedene Vergehen, verschiedene Strafen

Manche Verstöße gegen die Richtlinien wiegen für Activision nicht so schwer wie andere und werden dementsprechend auch nicht so schwer bestraft.

  • Shadowbann: Wenn Ihr im Verdacht steht, dass Ihr gegen die Richtlinien verstoßen habt, wird Euer Konto überprüft. In der Zeit könnt Ihr nicht auf die Online-Funktionen zugreifen. Meist dauert die Überprüfung 7-14 Tage. Währenddessen wird Euer Konto mit anderen Konten verglichen, die ähnliche Vergehen begangen haben (sollen). Wird nichts festgestellt, bekommt Ihr Euer Konto und alle Funktionen wieder zurück. Sollte doch etwas vorgefallen sein, werdet Ihr gebannt.
  • Geringfügiges Vergehen: Dies ist der Fall, wenn Ihr durch Euer Handeln keinen messbaren Schaden gegenüber anderen Spielern oder der Community angerichtet habt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Ihr „nur“ versucht habt, im Zombiemodus Camos durch Glitches freizuschalten. Das kann Sperrungen von 48 Stunden bis hin zu 2 Wochen nach sich ziehen.
  • Drastisches Vergehen: Das liegt vor, wenn Ihr anderen Spielern einen Nachteil beschafft oder diese dazu angestiftet habt. Hier wird ganz klar von Cheating gesprochen. Und das zieht einen Permabann nach sich.

Das ist Verboten

Wiederholte Verstöße

Solltet Ihr mehrmals bei einem geringen Vergehen erwischt worden sein, kann das zu einer permanenten Sperrung führen.

Spoofing

Bei einem Versuch, die Identität oder Hardware zu verschleiern, zu verbergen oder anderweitig zu verändern, droht ebenfalls ein Permabann. Sprichwort VPN. Es ist zwar noch nicht zu 100% bewiesen, dass VPN-Nutzer gebannt werden. Da es aber dazu genutzt wird, um die IP-Adresse zu verschlüsseln und es erwiesenermaßen von einigen dazu genutzt wird, um SBMM zu umgehen, fällt es durchaus in die Kategorie „verboten“, weil es ein Manipulationsversuch ist. Das heißt, auch wenn es bis jetzt noch nicht zu Sperrungen gekommen ist, kann es wahrscheinlich darauf hinauslaufen.

Falls Ihr Euch an die Anfangszeit von Pokemon Go erinnert – da gab es eine Hochkonjunktur von Spoofing Software, die dem Spiel vorgaukeln sollte, dass der Spieler nicht im hintersten Dorf Deutschlands auf seiner Couch liegt, sondern in Amerika auf dem Time Square seine Runden dreht. Auch hier gab es schlaue Köpfe, die meinten, dass der Entwickler Niantic niemals dahinter kommen würde. Und doch wurden nach und nach alle Softwareanbieter zu Fall gebracht und so gut wie alle schummelnden Spieler gebannt.

Verwendung nicht autorisierter Software zum Cheaten/Modding/Hacken

Gemeint sind unter anderem Aimbots, Wallhacks, Trainer, Stats-Hacks, Textur-Hacks, Bestenlisten-Hacks, Injectors oder jegliche andere Software zur vorsätzlichen Modifizierung von Spieldaten auf der Disc oder im Speicher. Auch wenn es unbeabsichtigt passiert ist (an dieser Stelle sei das Tool „Cheat Engine“ genannt, welches bei einem Call of Duty Titel für unbeabsichtigte Zugriffe sorgt.). Hier führt schon der erste Verstoß zu einem permanenten Bann.

Das ist der häufigste Banngrund. Bei dem unten stehenden Bild hat sich eine ungerechtfertigte Sperre ereignet. Trotzdem wurde die Beschwerde einfach abgeschmettert.

Raubkopierte Inhalte  

Jedem sollte klar sein, dass sich Spiele illegal zu beschaffen zu einem Ausschluss führt. Dazu zählt auch, wenn Ihr Euch so irgendwelche Inhalte oder sonstige Ansprüche beschafft.

Nicht unterstützte Peripheriegeräte & Anwendungen

Hier sprechen wir von einem geringen Vergehen. Solltet Ihr modfizierte Controller, IP Flooder oder Lag Switches nutzen und dabei erwischt werden, droht Euch eine vorübergehende Sperre. Auch das nutzen von Cronus Adaptern gehört dazu.

Boosting

Jeder Benutzer, der „Spielmissbrauch“ in Form von organisierter Zusammenarbeit betreibt, um EP, Prestige, Punkte, Waffenstufen oder andere Freischaltobjekte im Spiel zu erlangen, wird bestraft. Bei einer Strafe droht Euch neben der vorübergehenden Sperre auch das Zurücksetzen jeglichen Fortschritts.

Griefing

Nun kommen wir zu einem Punkt, der vielen Spielern nicht bewusst ist: Wenn Ihr Euren Teammitgliedern das Leben schwer macht, indem Ihr Euch unsportlich verhaltet (zum Beispiel Teambeschuss, AFK Farming, helfen der Gegner) oder einen Fehler ausnutzt, könnt Ihr gesperrt werden. Je nach Schwere des Vergehens dann zwischen 24 Stunden oder für immer.

Unangemessenes Verhalten

Auch hier scheint es vielen Spielern nicht bewusst zu sein, was Ihre Taten für Konsequenzen haben können. Jeder Spieler, der andere Spieler beschimpft, beleidigt, sich herabwürdigend oder auf rassistische Weise äußert, wird bestraft. Cyber-Mobbing und andere Formen von Belästigung werden als drastische Vergehen gewertet und strengstens geahndet.

Neben der zeitlich begrenzten Sperre kann es auch sein, dass Ihr Eure Party Privilegien verliert. Das heißt, Ihr könnt den Sprach Chat nicht mehr nutzen und auch nicht mit Freunden zusammen spielen.

Unfair beschaffte Inhalte

Wie bereits erwähnt, kann Euch das unfaire Erspielen von Gegenständen angehängt werden. Dazu zählt auch das Nutzen von Exploits. Ausgenommen sind hier jedoch Geschenke durch Social Media Kanäle oder Werbemaßnahmen.

Hier fällt die Strafe gering aus. Eine vorübergehende Sperre und ein permanentes Nutzungsverbot des Inventarsystems (Camos, Baupläne) sind das Schlimmste, was Ihr befürchten müsst.

Dekompilierung oder Reverse Engineering von Spieldaten

Das betrifft die Leute, die sich in die Daten der Quellcodes graben.
„Jeder Benutzer, der Spieldaten bzw. Daten auf Disk oder im Speicher dekompiliert oder nachbaut, wird bestraft. Das Dekompilieren und das Nachbauen (Reverse Engineering) der Software verstoßen gegen die Nutzungsbedingungen, Abschnitt 3, Absatz 7: „Sie erklären sich einverstanden, dass Sie Folgendes weder selbst tun, noch anderen Personen ermöglichen werden: gemäß anwendbarer Rechte ‚Reverse Engineering‘, Ableitung von Quellcode, Modifizierung, Dekompilierung, Disassemblierung oder Erstellung abgeleiteter Werke der Software und anderer proprietärer Technologie im Programm, weder vollständig noch teilweise.“

Auch hier ist ein Permabann die Antwort.

Wie Ihr seht, gibt es viel mehr Gründe als das bloße Cheaten, um gebannt zu werden. Das Problem ist Activisions Haltung gegenüber dem System: Einmal gebannt bedeutet, dass Ihr Euren Account nie wieder zurück bekommt. Und auch wenn es jetzt noch nicht so ist, so wird Ricochet bald mehr Möglichkeiten haben, um Cheater zu entlarven – egal wie sehr sie sich anstrengen. Also spielt sauber und seid stets freundlich.

Was haltet Ihr von dem Thema? Denkt Ihr, Activision schafft sein Ziel das Spiel frei von Cheatern zu halten? Schreibt es uns in die Kommentare!