Call of Duty: Vanguard startet in der Kampagne mit NS Symbolen –

Überraschung zum Start von Call of Duty Vanguard. Der WWII Egoshooter Call of Duty Vanguard enthält in der deutschen Version NS-Symbole wie Hakenkreuz und SS-Runen, allerdings nur in der Kampagne. Im Multiplayer wie auch Zombies sind die Symbole nicht zu finden.

Activision bestätigt die inhaltsgleiche Umsetzung für die Deutsche Version

Wie Activision bestätigte, wird die Kampagne von Vanguard inhaltsgleich der internationalen Versionen sein. Haben die Publisher doch in den vergangenen jahrzehntelang auf die NS Symbole verzichtet, geht man mit dem aktuellen COD neue Wege.

Die deutsche Fassung von Call of Duty: Vanguard ist vollständig deutsch lokalisiert und inhaltsgleich mit der internationalen Version. Dies betrifft auch die Darstellung von nationalsozialistischen Symbolen im Spiel.“ so die Aussage von Activision.

Activision setzt ein „Zeichen“

In Videospielen durchlief die NS-Symbolik in den letzten Jahren einen Wandel. In der Vergangenheit vermieden die Videospiele-Entwickler Spiele mit NS-Symbolik in Deutschland auf den Markt zu bringen. Grund war auch das Strafgesetzbuch, welches in Deutschland dieses Thema sehr empfindlich behandelte und die Grauzone nicht klar absteckte, was möglich ist und was nicht.

Hier wurden teilweise umfänglich, überarbeitete Versionen der Spiele für den deutschen Markt entwickelt. Alleine das Spiel Wolfenstein war für die Publisher eine ständige Herausforderung. 1998 wurde das erste Wolfenstein zum Startpunkt, welches es praktisch unmöglich machte die (u.a.) Hakenkreuze für alle in Deutschland veröffentlichen Spiele umzusetzen.

Ausnahme im Strafgesetzbuch wird ab 2018 auch für Videospiele angewendet

Dieser Umstand änderte sich 2018 für Videospiele. Ausgangspunkt ist die Sozialadäquanzklausel in Paragraf 86 des Strafgesetzbuches, die eine Ausnahme für die Verwendung von verfassungswidriger Symbolik in Medien formuliert, falls es sich um einen Beitrag zu Kultur, Kunst, Bildung oder Wissenschaft handelt.

„§ 86 Abs. 3 und § 86 a Abs. 3 StGB enthalten jedoch eine so genannte Sozialadäquanzklausel: die Verbote gelten nicht für bestimmte Verwendungen von Kennzeichen in den Bereichen der Wissenschaft und Lehre, der Kunst oder der staatsbürgerlichen Aufklärung, wie auch im Fall dieser Veröffentlichung.…“

Diese Behandlung wird Spielen nun auch zuteil – allerdings keinesfalls grundsätzlich. Vielmehr prüft die zuständige Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) im Einzelfall, ob die Sozialadäquanz greift. Das Thema spielt bei immer mehr Videospielen eine Rolle.

Activision vermeidet Konflikte mit USK – Vanguard: Kampagne fällt unter den §86 STGB

Quelle: www.activision.com

In der Kampagne von Vanguard wird deutlich, dass eine klare Abneigung zum Nationalsozialismus entsteht, bzw. eine deutliche Rolle spielt. Dies deckt sich klar mit dem §86 des STGB und die NS Symbole können somit ohne Einschränkungen eingesetzt werden.

Beim Multiplayer wie auch Zombies ist die nicht deutlich hervorgehoben, da hier in den verschiedenen Fraktionen gekämpft werden kann, um am Ende den „Sieg“ zu erringen. Activision verzichtet hier also auf die NS-Symbolik um einem Konflikt mit der USK aus dem Weg zu gehen.

Was haltet Ihr von der neuen Umsetzung in den Videospielen, zeitgemäß, oder hätte man hier weiter auf die NS-Symbolik aufgrund der Geschichte verzichten sollen ?. Lasst es uns wissen und schreibt es in die Kommentare.

Quellen: www.Activision.com / www.GameStar.de / www.game.de