Call of Duty: Vanguard – Turnierspieler entlarvt sich selbst als Cheater

Wie dumm kann man denn eigentlich sein, wenn ein halbprofessioneller Call of Duty: Vanguard-Spieler sich als Cheater entlarven lässt. Jedenfalls kann dieser Typ seine erhoffte Karriere als Profi-CoD-Spieler wohl jetzt an den Nagel hängen.

Was war passiert?

Aber erst einmal der Reihe nach. Der CoD-Spieler Kenji, der wohl bereits einiges an Preisgeld gewonnen hatte, nahm wieder einmal an einem inoffiziellen bezahlten Turnier teil. Seine Matches streamte er eifrig, um die Fans an seinen Siegen teilhaben zu lassen. Dabei hatte er allerdings eine Webcam während des Streams auf seinen Monitor gerichtet, auf dem das Spielgeschehen während eines 2v2-Search-and-Destroy-Matches zu sehen war.

Offensichtlich war zuvor schon der Verdacht geäußert worden, dass Kenji eventuell manipulieren könnte und dadurch wollte er beweisen, dass er nicht schummelte.

Durch den Stream entlarvt

Kenjis Team gewann das 2v2-Match, aber seine Konkurrenten ImSasukee und iLuhvly wurden trotzdem misstrauisch. Beim Überprüfen von Kenjis Stream wurde nämlich etwas Seltsames entdeckt. Wie in einem Clip auf Twitter geteilt, zeigt Kenjis Kamera deutlich, dass er Wallhacks verwendet. Das ist ein gängiger Cheat, mit dem man Feinde durch Wände sehen kann.

Man kann deutlich die schwebenden Rechtecke erkennen, die auf dem Bildschirm erscheinen. So werden Gegner gegenzeichnet, die Kenji dadurch einfach verfolgen konnte.

Seinen Streaming-Kanal inklusive des entlarvenden Streams inzwischen hat Kenji inzwischen gelöscht. Aber das Internet vergisst ja bekannterweise nie etwas, denn der Clip macht nun auf den verschiedenen Social Media Plattformen seine Runde.

Strafe muss sein

Nach einer Untersuchung wurde Kenji von Checkmate Gaming gebannt, wo er offenbar seit Ende 2020 fast 4.000 US-Dollar durch das Spielen von CoD verdient hatte. Außerdem verhängte die College CoD League, für die Kenji in diesen Turnieren antrat, ein dauerhaftes Verbot und disqualifizierte ebenfalls seine vier Teamkollegen.

„Kenji ist dauerhaft aus dem CCL ausgeschlossen“, heißt es in der Erklärung. „Die Grand Canyon University ist für den Rest der Saison 2022 und der Nachsaison disqualifiziert. Alle unten aufgeführten GCU-Spieler, die neben Kenji an Wettkämpfen teilgenommen haben, sind bis zum Beginn der Saison 2023 gesperrt und können in der Saison 2023 wieder an den Wettbewerben teilnehmen.“

Trotz aller Bemühungen von Activisions dedizierter Ricochet Anti-Cheat-Software ist es Spielern leider immer noch möglich, ihre Spiele zu manipulieren. Dies ist umso bitterer, wenn es dabei auch noch ums Geld geht.

Quelle: PCGamer