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CODumentary – die Call of Duty Dokumentation in unserem Review

Jonathan Beales und Fizz Pictures haben eine Dokumentation zu Call of Duty veröffentlicht: CODumentary möchte Euch zeigen, wie das Call of Duty Franchise entstand und wo es hin ging. Was wir gut finden, und was absolut nicht – das könnt ihr in unserem Review nachlesen.

Als Fans der ersten Stunde waren wir gespannt auf , die erste rund um Call of Duty. Die wurde nicht von Activision abgesegnet und ist ein freies Werk des Teams rund um Jonathan Beales und Fizz Pictures. CODumentary wurde erstmals Besuchern der Dreamhack in Atlanta unter großer Begeisterung vorgestellt.

Wir haben es uns als alte Call of Duty Veteranen natürlich nicht nehmen lassen und uns die Dokumentation von vorne bis hinten angesehen. Zur Einstimmung aber erst einmal der offizielle Trailer:

CoD-Dokumentation – von Anfang des CoD-Franchise bis (naja, fast) heute

Die Dokumentation befasst sich über 90 Minuten lang weitgehend mit fast allen Titeln des Call of Duty Franchise. Von Beginn an im Jahre 2003 im zweiten Weltkrieg mit damals State-of-the-Art Technologie, über Call of Duty 4: Modern Warfare als ersten echten CoD-Esport-Titel (wtf!?) bis hin zu Advanced Warfare. Ganz großes und sehr einnehmendes Thema im Video: Esport – auf Konsole.

Zu Wort kommen neben einigen wenigen Spielern auch diverse (Ex-) Call of Duty Mitarbeiter der Studios von Infinity Ward und Treyarch, beispielsweise Josh Olin, mit dem wir, wie mit vielen anderen auch, damals Kontakt hatten. Leider kommen nicht die führenden Persönlichkeiten wie Vince Zampella und Jason West vor, oder gar Grant Collier, was wir sehr schade finden. Trotzdem spannend zu hören, wie die Jungs Call of Duty erlebt haben und heute über das größte Franchise denken.

Sehr spannend ist auch, dass der schwerstbehinderter Call of Duty Fan Ajay Yadav in der Dokumentation zu Wort kommt und der Welt zeigt, dass man nie den Kopf in den Sand stecken sollte, egal was ist. Ein wirklich dufter Typ!

Ebenso die kontroverse Diskussion um Killerspiele wurde behandelt, wenn auch nur in UK. Was irgendwo nicht nachzuvollziehen ist, die Diskussion war in Deutschland (zumindest dem Gefühl nach) intensiver. Man hätte hier durchaus tiefer ins Detail gehen können, vielleicht auch sollen, denn die Diskussion in Deutschland wurde im Ausland stark belächelt.

Gut auch, dass der Rausschmiss von Vince Zampella und Jason West Erwähnung finden. Hier weiß man allerdings bis heute nicht, warum genau sie gegangen wurden – angeblich wegen Ungehorsams und Nichtbefolgen von Anweisungen aus der Chefetage. Nunja.

Eine typische Szene aus CODumentary, wo man sich fragt: Was zur Hölle hat das mit Call of Duty zu tun?

Eine typische Szene aus CODumentary, wo man sich fragt: Was zur Hölle hat das mit Call of Duty zu tun?

Im Großen und Ganzen: Okay, aber…

Tja, sehr viel mehr (positives) mag ich auch gar nicht zum Video schreiben, ehrlich gesagt. Als Call of Duty-Zocker der ersten Stunde an muss ich sagen, hat mich die Dokumentation eher enttäuscht. Sie ist zwar im Großen und Ganzen „okay“ und vermittelt einen ganz groben Überblick über den Werdegang von Call of Duty. Aber es ist weit entfernt von dem, was ich von einer ordentlichen, fundierten Dokumentation erwarte.

Technisch betrachtet ist viel zu viel unnötiges und überhaupt nicht zur Dokumentation passendes Füllmaterial verwendet worden (Assassins Creed Szenen? Unzählige Strand-Szenen? Wtf!?), um die Länge von 90 Minuten zu erreichen. Würde man das rausstreichen, käme man vielleicht auf 60 bis 70 Minuten. Es fiel mir relativ schwer nicht einfach auszuschalten. Von der Ton- und Video-Qualität teilweise einmal ganz abgesehen.

Wirklich unschön aber ist der Umstand, dass beispielsweise nicht erwähnt wurde, dass Call of Duty als reiner PC-Titel anfing und diesen Spielern der Erfolg des Franchise zu verdanken ist – bis inklusive Call of Duty 4. Fakt ist auch, dass alle Call of Duty-Titel bis CoD4 sehr aktiv im Esport gespielt wurden – und nicht nur CoD4, wie dort angegeben. Das sind alles Dinge, die die heutige Generation der Call of Duty Spieler kaum bis gar nicht weiß, was schade ist.

Auch ist es verdammt schade, dass die wirklich großartige Community bis inklusive Call of Duty: World at War mit keinem einzigen Wort gewürdigt wurde. Es war die großartigste Community überhaupt, in der wir aktiv sein durften. Große, aktive Foren, wo jeder jedem half. Großartige Custom-Map Server, noch viel großartigere Custom-Map Bastler. Man hätte beispielsweise auch erwähnen können, dass einige bekannte Mapper aus der Szene später Jobs bei Treyarch und Infinity Ward bekamen, allein aufgrund ihrer Fähigkeiten im Mappen und Modden. Traurig, dass an keiner Stelle auch mal Community-Betreiber interviewt wurden, das hätte die Dokumentation sicherlich deutlich bereichert.

Erwähnt wurde auch nicht, dass Activision dann diese PC-Community schlicht fallen lassen hat, um sich auf rücksichtslosen Kommerz einzuschießen. Es ging nicht mehr um Games und Leidenschaft, sondern nur noch um Kohle, Kohle und noch mehr Kohle.

Thema Esport: Hier wärs beispielsweise auch spannend gewesen zu erwähnen, wie es denn in anderen Ländern läuft, abseits von USA und Großbritannien.

Fazit in Kurz und Knapp

Im Grunde eine nette Dokumentation rund um die Geschichte von Call of Duty, wenn auch leider sehr unvollständig und von zu wenigen Seiten beleuchtet, während der Esport-Faktor fast die Hälfte des Films einnimmt. Für den Kaufpreis von 12,99 Euro auf Steam definitiv zu teuer (leihen für 6,99 Euro, ggf. gibt es auch rabbattierte Angebote). Wer Amazon Prime* hat, der kann die Dokumentation kostenlos schauen. 5 Euro für einen Kauf und 2 Euro zum Leihen wären vielleicht gerechtfertigt gewesen, mehr aber nicht.

Ich würde sicherlich ein milderes Urteil fällen, wenn das eine kostenlose oder durch Spenden finanzierte Dokumentation von Fans für Fans wäre, da das Ganze aber kommerziell vertrieben wird (inklusive professionelle PR-Agentur etc), setze ich hier andere Qualitätsansprüche an. Und da ist die Dokumentation bei mir durchgefallen.

 

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Über shadesofmett

Seit 2004 bei der Infobase. Dank der Infobase seit 2011 als Softwareentwickler in der Webanwendung tätig – ohne sonstige Ausbildung. Leidenschaftlicher Fotograf, freiberuflich tätig unter anderem für Hamburg.de. Zuständig bei der Infobase für die Technik und Design sowie als Berater. Ebenso ab und an Redaktionell und als Fotograf.

2 Kommentare

  1. Es ist halt noch viel viel mehr zu CoD und seinem entstehen zu sagen. Nämlich das die Serie eigentlich mit Medal of Honor : Allied Assault begann. Dazumals wurde MoH:AA von 2015Games gecodet und von EA verlegt und diese damals noch halbwegs kleine Schmiede hatte es komplett verabsäumt eine korrekte Serialabfrage zu implementieren. MoH:AA war ganz offiziel ein Game mit nur einem Serial Key…und niemand konnte etwas dagegen seitens EA unternehmen. Bis zum Patch 1.11 hatte sich das damalige Team aber dann so mit EA zerstritten wegen der finanziellen Einbussen das sich aus dem harten Kern von 2015Games InfinityWard entwickelte. *KlugscheissmodusAUS* Mann bin ich alt^^ greetz from Austria^^

  2. Hi Caps!

    Du, genau DAS wurde aber im Video behandelt :D

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