CoD: Black Ops – Activision bekommt Stress mit PS3 Spielern


Viele Black Ops Spieler habe schon seit Veröffentlichung Probleme zu spielen. Immer wieder kommt es zu unerklärlichen Lags und Verbindungsabbrüchen. Besonders stark ausgeprägt sind diese Probleme auf der Playstation 3.
Jason Koblovsky, selbständiger Journalist und Blogger aus Kanada, hat sich daher – wie viele andere auch – an den Support von Activision gewendet und um Hilfe gebeten.
Die Antwort des Supports macht gerade unter der Überschrift „Activision könnte Server abschalten“ die Runde, was nicht ganz richtig ist.

Die Antwort, die Koblovsky vom Support Mitarbeiter bekam war wenig hilfreich und für viele scheinbar auch verwirrend. Im Grunde sagt er nur, dass Publisher grundsätzlich das Recht haben, ihre Server jederzeit abschalten zu können (EA kündigt dies z.B. einen Monat vorher, wie vor kurzem berichtet). Da der Mitarbeiter selber nichts machen kann, bietet er Koblovsky gegen die Einsendung des Spiels drei Möglichkeiten an:
1. Er bekommt eine versiegelte Kopie des Spiels, die er beim Händler zurückgeben kann.
2. Er bekommt das Spiel für eine andere Plattform
3. Er bekommt ein anderes Spiel von Activision von demselben oder geringeren Wert.
Doch damit gab sich der Blogger nicht zufrieden. Er ist der Meinung, dass Treyarch und Activision in der Pflicht stehen ihr Produkt so zu verkaufen, wie sie es beworben haben: Mit einem funktionierenden Mehrspieler Modus. Zudem widmen sie der Playstation 3 zu wenig Beachtung und haben eigentlich keinerlei Interesse das Problem wirklich zu lösen.
Damit Treyarch und Activision dem nachkommen hat er sich an mehrere Verbraucherschutz-Anwälte und Gamers Voice in Großbritannien gewandt. Letzteres ist eine Gruppe, die sich in Großbritannien um die Interessen von Videospielern kümmert und ihnen eine Stimme geben möchte. Gerade zu Black Ops hat die Gruppe schon eine enorme Anzahl an Emails erhalten, in denen sich die Spieler beschweren, dass das Spiel bei ihnen praktisch unspielbar ist.
Koblovsky hat bereits eine Antwort von Gamers Voice bekommen, die sehr interessantes offenbart.

„Gamers‘ Voice ist dabei Activision UK beim Office of Fair Trading [vergleichbar mit unserem Bundeskartellamt, Anmk.] aufgrund von falscher Werbung und Verkauf eines Produktes, das nicht seiner Beschreibung entspricht, anzuzeigen. Wir werden das so lange verfolgen, bis wir entweder von Regierungsseite oder Activision selber zufrieden stellende Ergebnisse erzielt haben.“

Gleichzeitig wird ihm empfohlen, sich auch an die ECA (Entertainment Consumer Association) zu wenden, die das Gegenstück von Gamers Voice in Nordamerika sei.
Damit könnte uns der erste groß organisierte Protest gegen ein verbuggtes Videospiel bevorstehen.

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