Call of Duty Crossplay: Diese Vor- und Nachteile haben PC- und Konsolenspieler

Gaming liegt im Trend. Egal ob mit dem Smartphone, am PC oder über die Konsole, mit der Zeit findet jeder Gamer für sich heraus, welches Endgerät ihm am besten liegt – und dabei bleibt es häufig auch. So haben die wenigsten PlayStation-Spieler zusätzlich noch eine Xbox im Besitz und das regelmäßige Zocken auf beiden Konsolen ist meist nur bei eSport-Profis zu beobachten.

Mit den Multiplayer-Modi verschiedener Games und der Möglichkeit, online mit anderen Gamern zusammenzuspielen, ist die Frage nach dem eigenen Endgerät so relevant wie nie. Schließlich war und ist es zum Teil nicht möglich, dasselbe Spiel auf der Xbox gegen jemanden auf der PlayStation zu zocken. Doch die Zeiten ändern sich und immer mehr Entwickler führen das sogenannte Crossplay ein, bei dem User unabhängig der Geräte gegeneinander antreten können.

Verschiedene Endgeräte für ein- und dasselbe Spiel sind normal geworden

So ist es nichts Ungewöhnliches mehr, dass verschiedene Endgeräte aufeinandertreffen. Besonders bei Browserspielen können PC- und Smartphone Nutzer ohne Probleme gegeneinander spielen. Alle Spielteilnehmer sind über dieselbe URL eingeloggt und ob diese vom PC oder vom Smartphone aufgerufen wird, spielt dabei keine Rolle.

Browsergames erlebten dabei vor allem während der Ausnahmesituation der letzten Monate einen regelrechten Boom. Dabei sind kurzweilige Games wie beispielsweise Scrabble.io, bei denen ein Spieler ein vorgegebenes Motiv zeichnet, während die Mitspieler erraten müssen um was es sich handelt, äußerst beliebt. Auch in der digitalen Glücksspielbranche zeichnet sich ein ähnliches Bild ab und die zahlreichen Angebote im Netz sind für Smartphone- und Tablet-User ebenso einfach abrufbar wie am PC. Ein Account ist dabei nicht immer erforderlich, sodass ganz bequem und jederzeit im Casino ohne Konto gespielt werden kann. Die Präferenzen der Steuerung sind dabei ganz individuell und mancheiner kommt mit dem Touchscreen besser zurecht als mit der Maus. Bei solchen Games gibt es keinen bedeutenden plattformabhängigen Unterschied im Gameplay und das Skill-Level der Spieler ist unbeeinflusst vom Endgerät.

Bei anderen, komplexeren Games sieht das allerdings schon ganz anders aus.

Crossplay bei Bestseller-Games ist im Kommen

Von unterschiedlichen Endgeräten auf dasselbe Spiel zuzugreifen ist auch bei den großen Bestseller-Games ein Thema. Plattformübergreifendes Zocken ist eines der meistgeforderten Features von Gaming-Fans und die großen Entwicklerstudios geben ihr Bestes, um das Zusammenspiel zwischen unterschiedlichen Konsolen und Endgeräten mehr und mehr zu ermöglichen.

Auch bei Call of Duty ist Crossplay essenziell geworden und dass es mittlerweile möglich ist, als Playstation-Nutzer auch mit Xbox-Nutzern zusammenzuspielen, freut die CoD-Fans. Doch macht es wirklich Sinn, als Playstation-Nutzer mit PC-Spielern zusammenzuspielen? Oder sind mit der Kombination verschiedener Endgeräte zu viele Nachteile verbunden? Schließlich ist besonders bei First-Person-Shootern die Reaktionszeit und das Aiming entscheidend.

Konsole gegen PC: Welche Vor- und Nachteile hat die Nutzung der beiden Endgeräte?

Ein entscheidender Unterschied zwischen PC-Gaming und Konsolen-Gaming zeigt sich zum Beispiel bei „Call of Duty: Warzone“ in der Geschwindigkeit. Mit einer Maus und der Tastatur lassen sich nämlich viele Befehle deutlich schneller ausführen als am Gamepad einer Konsole. So ist der Vorteil für PC-Spieler zum Teil sogar so groß, dass in vielen Call of Duty-Foren Konsolenspieler ihrem Unmut Luft machen und sich über die Nachteile gegenüber den PC-Spielern beschweren.

Doch es gibt eine Lösung: „Aim Assist“ heißt das Feature, dass hier wenigstens etwas kompensieren soll. Mit dieser Funktion können Konsolenspieler besser zielen und werden mit Hilfe von Software unterstützt. Das verbessert zwar nicht die Geschwindigkeit, erhöht aber die Treffsicherheit, um diesen Nachteil gegenüber PC-Nutzern zu minimieren.

Mehr Cheating und höhere Geschwindigkeit: Konsolenspieler haben gegen PC-Spieler das Nachsehen

Ein weiterer Vorteil für PC-Spieler im Gegensatz zur Konsole liegt darin, dass Spiele auf dem Computer meist etwas flüssiger laufen, vorausgesetzt, der PC ist leistungsfähig genug. Dadurch bleibt das Bild schärfer, selbst wenn die Bewegungen schnell und hektisch sind. Das macht das Zielen für sie leichter. Außerdem haben Konsolen eine etwas höhere Verzögerung zwischen Eingabe einer Aktivität auf dem Gamepad und der tatsächlichen Aktion auf dem Bildschirm. Bei Spielen, in denen Millisekunden entscheidend sind, kann das durchaus frustrierend sein.

Und noch einen Nachteil hat Crossplay für Spieler an den Konsolen: Am PC kann deutlich leichter gecheatet werden, als an der Xbox, der Nintendo Switch oder der PlayStation. Somit nutzen mehr PC-Spieler die Vorteile von Cheatcodes oder entsprechender Software, die sie durch Wände schauen lässt oder das Zielen automatisch für sie übernimmt.

So reagieren die Entwickler auf den Crossplay-Frust

Das größte Problem am Crossplay ist also nicht, dass Spieler an unterschiedlichen Konsolen gegeneinander spielen. Vielmehr ist es die Vermischung von Konsolenspielern und PC-Spielern, die für unfaire Bedingungen bei „Call of Duty“ (und auch anderen Games) sorgen.

Erste Entwickler wollen daraus Konsequenzen ziehen, um den Unmut der Gamer nicht länger auf sich zu ziehen. Sie kündigen an, bei Multiplayer-Online-Games künftig keine Spieler mit unterschiedlichen Endgeräten mehr in einen gemeinsamen Pool zu stecken, also nicht mehr PC gegen Konsole antreten zu lassen. So soll die Chancengleichheit für alle aufrecht erhalten werden. Bei der Nutzung verschiedener Konsolen bleibt die Fairness des plattformübergreifenden Spielens allerdings erhalten.