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Das neue Wappentier der Telekom: Die Drossel

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Wie die Deutsche gestern bekannt gab, müssen DSL-Neukunden und alle die nach dem 02.05.13 umziehen in Zukunft neue DSL Verträge über sich ergehen lassen, die navh einem bestimnten verbrauchten Datenvolumen eine Datendrosselung nach sich ziehen.
Schon vor einigen Wochen sind erste Gerüchte aufgetaucht die auf ein solches Vorhaben seitens der Telekom hinwiesen.
Das Model ähnelt dem der Mobilen Datenflates. Bestandskunden sind zunächst einmal nicht betroffen, sollen aber bis spätestens 2016 auf die neuen Tarife umgestellt werden. Die neuen Verträge beinhalten folgende Volumen:

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Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 16 Mbit/s: 75 GB
Ta­ri­fe mit Geschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s: 200 GB
Ta­ri­fe mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s: 300 GB Ta­ri­fe mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Mbit/s: 400 GB

Wer die Grenze  überschreitet wird auf 384 Kbit/s heruntergedrosselt. Jeder der mal mit seiner mobilen Flatrate seine Volumengrenze erreicht oder überschritten hat, weis wie langsam das ist!
Ausgenommen wird das hauseigene Entertainment Angebot und das über Voice Over IP verbrauchte Volumen. Andere Video on Demand Dienstleister wie Lovefilm, Maxdome, Watchever, Sky Go und Co haben dann wohl das Nachsehen, deren verbrauchtes Volumen wird abgezogen werden. Auch Radiostreaming, Musikdienste wie Napster, Spotify, Hörbuch- (Audible) und Onlinevideorekorderdienste (save.tv) werden ebenfalls in die Ecke gedrängt. Diese Dienste sind eben erst in Deutschland prominent geworden und müssen nun zittern. In Zeiten von Cloud, Video in Demand, Onlinegaming und Co ist das herber Rückschritt in die Steinzeit. Auch wir Gamer sind betroffen. Die NextGen Konsolen sollen beispielsweise eine Breite Palette an Spielen zum Download anbieten, die Dateien sind meiste einige GB groß. In Zukunft wird man sich also zweimal überlegen ob man die Onlineangebote wahrnimmt oder nicht dich lieber zu festen Speichermedien zurückgreifen sollte. Auch der neuen Funktion der NextGen Konsole aus dem Hause Sony, nämlich Spiele streamen zu können, ist dies nicht dienlich. Livestreamer dürften sich wohl ebenfalls in Zukunft zweimal überlegen ob sie ihr Gameplay online livestreamen.

Laut Telekom wären momentan lediglich 3% der aktuellen Nutzer von der Drossel betroffen.
Doch denken wir mal ein paar Jahre weiter:
IP-TV und Cloudspeicher werden immer mehr an Bedeutung gewinnen. In Amerika beispielsweise schauen viele nur noch über Ip-Dienste TV. Fotos,Videos und andere Dateien stehen praktischerweise via Cloud allen Medien gleichzeitig zur Verfügung. ob man diese praktischen Clouddienste nutzen will sollte man sich dann auch noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Dem online Gaming-Streamingdienst werden in Deutschland Weichen gestellt und wird hier wohl nie Fuss fassen. Ebenso die kürzlich erst präsentierte Konsole aus dem Hause Steam. Datenfresser werden hierzulande wohl in Zukunft gemieden werden.

Wie schon selbst die Telekom zugibt wird sich der Datenverbrauch bis 2016 vervierfachen. Wie viele werden erst dann von einer Drsosselung betroffen sein? Wahrscheinlich schon einige mehr als 3%! Für einen Singlehaushalt mag das Volumen wohl ausreichen – doch wie sieht es mit einer Familie bestehend aus Mama, Papa und zwei Kindern aus? Oder mit Wohngemeinschaften? Internetcafes die freies Wlan anbieten? Blogs die ihren eigenen Server daheim stehen haben? ….
Hier dürfte der Datenverbrauch enorm steigen und somit die Kosten.
Als „Trost“ wird die Telekom eine Art „Speed on“ Option anbieten mit der man sein Volumen bei einer Drosselung aufstocken kann. Eien Option die wohl in naher Zukunft jeder nutzen wird/muss.

Doch warum was hat die Telekomnzu diesem (Rück-) Schritt bewegt? Wie oben schon erwähnt wird sich laut Telekom der Datenverbrauch bis 2016 vervierfachen. Es muss Geld her um die Datennetze auszubauen. Viele Haushalte sind noch nicht einmal ans Glasfasernetz angeschlossen, teilweise sogar in Grossstädten, und müssen mit den kleineren Verträgen (16 Mbit/s: 75 GB) auskommen oder auf LTE zurückgreifen. Da hat die Telekom wohl gepennt.
Andere Internetprovider werden wohl zunächst einmal von dem Vorhaben der Telekom profitieren und an Kundenzuwachs bekommen. Doch sicherlich werden diese bald den gleichen Weg gehen um dem Wettbewerb Stand halten zu können.
Und genau das bemängeln auch die Verbraucherzentralen: Die Bevorzugung von Telekomeigenen Digitaldiensten sei ein Verstoß gegen die Netzneutralität. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat sich sofort eingeschaltet und fordert neben anderen Institutionen eine gesetzliche Verankerung eines nicht-diskriminierenden,  gleichberechtigten Flusses von Daten aus dem Internet.

Die Telekom reagiert in ihrer Pressemeldung gelassen.
Telefonieren und Entertain seien “im Gegensatz zu Internetdiensten Managed Services, die in einer höheren und gesicherten Qualität produziert und vom Kunden gesondert bezahlt werden. Reguläre Internetdienste werden diskriminierungsfrei nach dem “Best-Effort”-Prinzip behandelt, das bedeutet: so gut es die zur Verfügung stehenden Ressourcen ermöglichen. Das gilt auch für Internetdienste der Telekom.”

Die Umsetzung der Tarife soll allerdings “nicht vor 2016″ erfolgen. Ab dem 2. Mai 2013 werden zunächst die Leistungsbeschreibungen angepasst, die tatsächliche Einführung der Drosselung hängt aber “von der Verkehrsentwicklung im Internet ab”. so Marketing-Geschäftsführer Michael Hagspihl. Wie wir die Telekom kennen wird das aber wohl sehr schnell geschehen. Hagsphil äußerte sich in der Pressemitteilung nur vage: “Wir gehen bisher davon aus, dass wir die Limitierung technisch nicht vor 2016 umsetzen”. Wer’s glaubt! Die Drossel ist ein Vogel und sollte wie alle Tiere draussen bleiben und nicht in unseren Wohnzimmern Einzug halten.

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