Die Festplatte ist voll? So entrümpeln Sie sie

Das Problem, über das wir an dieser Stelle schreiben, begleitet uns seit jeher. Fast volle Festplatten bringen das System zum Lahmen. Selbst vor gut 25 Jahren, als wir uns noch mit MS DOS und Windows 3.20 herumschlugen, wie uns blendend fühlten, wenn unser Computer mit einer Festplatte von über 60 Megabytes (!) ausgestattet war, Spiele auf einer 1,44-Zoll Diskette Platz fanden, gab es das Problem der sich füllenden Festplatte. Damals, weil die Kapazität nicht so groß war und man es, wenn man einige Programme installierte, dann doch schaffte, diese voll zu bekommen. Und heute?

Viel Speicher und dennoch kein Platz

Wir haben Laptops und PCs mit weit über 2 Terabytes Festplatten. Und wenn wir das Gerät ein Jahr lang nutzen, stellen wir fest, dass wir sogar diese Kapazitäten schneller füllen als uns lieb ist. Weil: Wer hat, der tut. Wir sammeln alle Daten. Bilder, Videos, Programme, Musik… Eine Stunde Videomaterial in Full-HD Qualität kann durchaus 4-5 GB befüllen. Windows 10 belegt automatisch auch geschätzte 50 GB. Dann kommen noch verschiedene Office-Pakete und Grafikprogramme usw. 500 GB sind schneller verbraucht als einem lieb ist. Die zweite Hälfte ist meist noch schneller belegt als die erste. Unglaublich, oder? Wir Menschen sind eben Jäger und Sammler. Und das bleiben wir ein Leben lang. Auf der einen Seite sparen wir Ressourcen, indem wir via Browser im Online Casino spielen und auf einen Download einer Casino-App verzichten. Auf der anderen Seite horten wir hunderte Bilder, die wir sicherheitshalber mehrfach aufgenommen haben. Mit dem Hintergedanken, dass eines davon sicherlich einen Tick besser ist als die anderen. Eines hat sich nie geändert: Je voller eine Festplatte ist, desto langsamer wird das System. Deshalb sollte man ans Entrümpeln denken.

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Nutzen Sie Optimierungsprogramme

Es gibt eine ganze Reihe von sehr guten Programmen, die nichts besser können als Windows zu optimieren, die Festplatte zu entrümpeln und dergleichen. Einige davon möchten wir kurz vorstellen.

·        CCleaner – räumt Windows und die Festplatte auf

·        Computer Bild-Windows-Cleaner – ein Assistent hilft beim Windowsaufräumen

·        WinOptimizer von Ashampoo – die kostenlose Vollversion hält was sie verspricht

·        Wise Disk Cleaner – löscht unnötige Dateien und Dektophintergrundbilder

·        Anti-Twin – gibt es Dateien, die Sie doppelt horten? Das Programm findet und löscht sie

·        Defraggler – Dient der Defragmentierung von Datenträgern

Wo ist denn eigentlich das Problem bei vollen Festplatten?

Fragmentierung

Wenn Windows Daten auf die Festplatte schreibt, dann sucht es sich einen Bereich aus, der möglichst noch nicht beschrieben und zudem groß genug ist, um den ganzen Block, der fällig ist, zu beschreiben. So reiht sich ein Datenblock an den nächsten. Bis eben der Datenträger voll ist. Irgendwo behält sich das System im Gedächtnis, wo auf der Festplatte welche Information gespeichert ist, damit der Zugriff erfolgreich ist. Nehmen wir an, wir löschen einzelne dieser Datenblöcke – aber nicht die am „Anfang“ der Festplatte und auch nicht am „Ende“ der Festplatte. Sondern irgendwo in der Mitte. Wir wissen ja nicht, wo dieser Block liegt. So entstehen gewissermaßen Lücken, die wieder neu beschrieben werden können. Es ist aber gut möglich, dass diese Blöcke nicht groß genug sind für das, was Windows eines Tages wieder ablegen möchte. Was passiert? Windows zerstückelt die Information und verteilt sie auf der Festplatte. Das führt zu einer sogenannten Fragmentierung. Je höher der Grad der Fragmentierung ist, desto langsamer wird das System, weil es die Datenblöcke überall suchen und kombinieren muss. Programme zur Defragmentierung helfen, dieses Chaos zu beseitigen. Sie räumen die Festplatte auf.

Nicht vollständig deinstallierte Programme

Noch eine Beobachtung kann jeder von uns machen. Man nehme einen neuen Computer mit frisch installiertem Windows. Egal welche Version. Nehmen wir Version 10 als Beispiel. Der Computer wird super schnell arbeiten. Sie installieren nach und nach alle Programme, die Sie brauchen. Und ein Jahr später, nachdem Sie manche Programme wieder deinstalliert haben, neuere Versionen installiert haben, merken Sie, dass Windows nicht mehr so schnell ist, wie es einst war. Weil Prozessoren, Grafikkarten und Arbeitsspeicher nicht von selbst langsamer werden, muss es einen anderen Grund geben. Und den finden Sie in den unvollständig deinstallierten Programmen. Windows wird mit Einträgen zugemüllt, die es längst nicht mehr gibt. Das hemmt die Rechenleistung immens. Wer hin und wieder mit Optimierungsprogrammen nachhilft, hält Windows stets in Schuss. Etwaige Programmreste werden zuverlässig entfernt. Windows dadurch wieder optimiert und entrümpelt. Das kann kleine Wunder bewirken.

Gesammelter Datenmüll

Generell hilft ein wohlgemeinter Tipp: Halten Sie Ordnung. Es ist nicht förderlich, jeden Datenmüll zu sammeln. Legen Sie Archive an, sichern Sie diese zusätzlich extern. Aber mit Konzept und Strategie. Und beseitigen Sie die Dateien, die Sie nicht mehr brauchen. Löschen Sie regelmäßig Cache und temporäre Dateien. Entfernen Sie Dubletten von Dateien auf dem Computer. Sie belegen nur unnötig viel Speicher. Wenn Sie Videos und dergleichen horten, stellen Sie sich die Frage, ob Sie diese wirklich noch ansehen, oder ob eine externe Aufbewahrung auf DVD o.ä. nicht zielführender wäre. Dann werden wieder Ressourcen frei.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, werden Sie künftig länger Freude mit der Performance Ihres PCs oder Notebooks haben. Glücklicherweise gibt es eine ganze Reihe von Programmen, die Sie beim Aufräumen unterstützen können. Wir wünschen beim Aufräumen viel Geduld und Erfolg!