Kotick: Activision könnte sich aus UK zurück ziehen


Großbritannien hat, wie viele andere europäische Staaten auch, ein großes Problem: Der Staat hat kein Geld. Daher lootet die Regierung derzeit aus, wie das Haushaltsdefizit verringern kann und greift zuerst zu bewährten Mitteln: Steuererhöhung auf der einen Seite und Subventionsstopp auf der anderen Seite.
Einer dieser Subventionsstopp betrifft auch die Videospielbranche.

Alistair Darling, Schatzkanzler in der ehemaligen Regierung von Gordon Brown, arbeitete nämlich an einer Steuervergünstigung für die Videospielindustrie. Der neue Schatzkanzler, George Osborne, stoppte im Juni letzten Jahres diesen Antrag mit der Begründung, dass er „falsch gerichtet“ sei. Bobby Kotick findet, dass dies ein „schrecklicher Fehler“ war, denn „es gibt so viele andere Orte, die die Videospielindustrie fördern“.
Das Land sei nach seinen Angaben voller talentierter Entwickler, so dass eine Steuerleichterung dringend geboten sei, um diese Fachkräfte im Land zu halten. Denn andere Länder wie China, Singapur oder einige US-Bundesstaaten locken Entwickler und Publisher mit ebensolchen Steuervergünstigungen.
Zwischen den Zeilen liest man, dass sich Activision auch vorstellen könnte, ihre Niederlassung in Großbritannien zu schließen und in ein kontinentaleuropäisches Land wie z.B. die Schweiz umzuziehen. Sollte sich der Publisher zu diesem Schritt entschließen, würde das bedeuten, dass rund 600 Mitarbeiter ihren Job verlören.
Quelle: The Telegraph

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