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Meine Sicht der Dinge zu den Serverproblemen von Call of Duty:WWII – nu hört auf zu flennen!

Ich kann es nicht mehr lesen. Immer wieder der selbe Mist. „Scheiß Game! Drecksserver!“. „Fuck you Sledgehammer!“, „Scheiß WWII!“. „Penner!“, „Hurensöhne!!!!“. „Ich geb ein Fick auf deren Statement so eine Milliarden schwere Firma hat gefälligst gute Server zu machen…“. Ihr. Immer wenn Serverprobleme auftauchen.
Ganz ehrlich? Bla, bla, bla! Beleidigen und Jammern auf hohem Niveau, das könnt ihr, die sich lauthals zu Wort melden, wirklich perfekt, Respekt *Slowclap*! Aber auch nur einmal drüber nachdenken, dass da auch echte Menschen arbeiten und nachvollziehen oder gar versuchen zu verstehen zu wollen, WARUM solche Systeme auch einfach mal nicht funktionieren, das ist dann doch etwas zu viel verlangt, ne?
Hauptsache sich engstirnig und typisch Deutsch aufregen. Yuchee!
NATÜRLICH ist es scheiße, wenn man für etwas, das man für nicht „wenig“ Geld gekauft hat, nicht einwandfrei funktioniert. Überhaupt keine Frage, da bin ich voll bei Euch! Aber Herrgottnochmal! Es ist ein f****** Game! First World Problem! Für 60 Euro! Und keine 1000. Ein digitales Zeitver(treibungs/schwendungs)-Gut, wo im Hintergrund hunderte Menschen laufend an Verbesserungen und Fehlerbehebungen arbeiten, wie an jeder anderen f****** Software und anderen Serversystemen weltweit auch!
Und da kann halt eben auch mal was schief laufen. Das liegt in der Sache der Natur. Die Maschinen machen Fehler, der Mensch macht Fehler. Ist einfach so. Wer frei von Fehlern ist, werfe bitte die erste Lootbox!
ICH WARTE! HALLO?! HAAAAALLLOOOOOOOOO!???
Eben!

Jetzt mal im Ernst.

Diese ganzen Beleidigungen und massiven Aufregungen müssen nicht sein. Fehler passieren, da ist niemand sicher davor. Man kann alles noch so gut planen und trotzdem geht etwas schief oder es tritt etwas ein, woran vielleicht keiner gedacht hat.
Aus eigener Erfahrung IT Administrator weiß ich, WAS in der IT so alles schief laufen kann. Auch mit Hochlast-Szenarien kenne ich mich aus. Und das, was am Launch-Wochenende passiert ist, kann man im Grunde mit einem DDoS-Angriff gleichsetzen: Abermillionen an Spielern wollten gleichzeitig zocken und produzieren hunderte Millionen Serveranfragen in wenigen Sekunden (japp, das ist so! Mehr dazu ab Seite 2).
Nur dass diese Anfragen, anders als bei einem DDoS, regulär sind. Da bricht ab einem gewissen Punkt einfach jedes System zusammen. Das lässt sich in aller Regel nicht ohne Weiteres verhindern. Auch Milliardenkonzerne wie Sony und Microsoft wurden trotz intensiver Planungen und allen erdenklichen Gegenmaßnahmen von DDoS-Angriffen lahmgelegt.
Ich bin mir absolut sicher, dass Demonware (wer wissen will, wer die sind, liest ab Seite 2 weiter) auch sehr gut vorgesorgt hat. Das nutzt aber alles nichts, wenn dann signifikant mehr Spiele verkauft wurden als vorher über Algorithmen und Big Data Analysen vorausgesagt.
Und es ist einfach kompletter wirtschaftlicher Unsinn für EIN einzelnes Hochlastszenario wie den Release eines Games Kapazitäten anzuschaffen, die danach nicht wieder benötigt werden. Kann man natürlich trotzdem machen, aber dann zahlt ihr nicht 60 Euro für das Spiel, sondern wahrscheinlich 100. Das muss Euch auch mal klar sein. IT-Technik, Server-Technik ist nämlich scheißteuer und kann keineswegs mit normaler PC-Technik verglichen werden. Und es handelt sich dann auch nicht um ein einzelnes kleines Gerät, das man in 5 Minuten installiert.
Natürlich ist es kacke, dass schon wieder bei einem Start von Call of Duty zu Problemen kam und vielleicht hätte man es verhindern können, wenn man vom Start weg das ein oder andere Feature und das Headquarter deaktiviert und später hinzugenommen hätte. Doch das ist das Aushängeschild des Games. Das neue Killerfeature. Auch dann hättet ihr gemeckert, wenns nicht da gewesen wär.
Manches ist einfach auch höhere Gewalt. Die Gameserver selbst liefen nämlich einwandfrei. Probleme machte ein anderes System: Die Loadbalancer, die die Anfragen-Last nicht mehr verteilt bekamen. Deswegen konnten manche nämlich zocken, andere nicht. Wären ein paar Hunderttausend Spieler weniger unterwegs gewesen, wär vielleicht sogar alles glatt gelaufen. Who knows?

Verbucht es doch einfach mal unter „Shit Happens“

…und seid mal etwas entspannter. Geht an die frische Luft, wenns mal wieder nicht klappt. Oder zockt halt was anderes. Und vor allem: Hört auf die Leute, die euch letztlich auch bei den Problemen helfen wollen, aufs gröbste zu beleidigen. Das ist asozialer geistiger Dünnschiss, den kein Schwein braucht.
Und wer gerne wissen will, was HINTER den Kulissen vor und bei Serverausfällen so passiert, was keiner von Außen so leicht sehen kann, der kann gerne auf der nächsten Seite weiterlesen. Auch wenns viel Text ist, es würde mich freuen wenns der ein oder andere liest, denn ich denke, dass das manchen das ein oder andere Auge öffnen und für mehr Verständnis sorgen könnte. Auch ein hoch interessantes Video vom Youtuber KenkiX erwähne ich dort.
Lasst gern Feedback in den Kommentaren da 🙂

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