Wem gehört die Modern Warfare Reihe?


Vor etwa einem Jahr wurden Jason West und Vince Zampella von Activision Blizzard gefeuert und beide befinden sich seitdem mit dem Publisher im Rechtsstreit. Den Anfang manchten West und Zampella, die zuerst ihren alten Arbeitgeber verklagten, woraufhin dieser wiederum die beiden ehemaligen Angestellten ebenfalls verklagte. Bereits im Dezember versuchte Activision seinen Konkurrenten EA mit in die Klageschrift aufzunehmen, weil der Publisher die beiden Studiochefs gezielt abgeworben haben soll. Wie Gamespot heute berichtet, haben auch West und Zampella ihre Klageschrift erweitert um zu klären, wem die Modern Warfare gehört.

Anscheinend braucht man bei diesem Rechtsstreit einen wirklich großen Popcorneimer. Schon lange geht es nicht mehr nur um fällige Gehaltszahlungen und Bonuszahlungen, sondern hat für alle Beteiligten eine prinzipielle Ebeene erreicht, bei der es auch darum geht, möglichst viel von der Gegenpartei zu holen.
Für West und Zampella geht es jetzt auch um die Frage, wem die Modern Warfare Reihe eigentlich gehört. Grund dafür ist ein „Memorandum of Understanding“. 2008, kurz nachdem sich Activision und Vivendi Games zu Activision Blizzard zusammengeschlossen hatten, trafen sich West und Zampella mit Activision um die weitere Zusammenarbeit zu sichern. In dem Memorandum wurde vereinbart, wer die „kreative Autorität“ hat und wer bestimmen kann, welchen „Look“ und welches „Gefühl“ ein Modern Warfare Spiel hat.
Da Activision beide Entwickler unbedingt halten wollte, waren diese in einer guten Verhandlungsposition und konnten die oben genannten Punkte wohl zu ihren Gunsten entscheiden.
Der endgültige Vertrag dagegen enthielt die Klausel, dass die kreative Kontrolle und Bonuszahlungen an ein Beschäftigungsverhältnis von West und Zampella gebunden seien. Beide waren daraufhin unsicher, ob sie den Vertrag überhaupt unterzeichnen sollen, taten das dann aber, weil Bobby Kotick persönlich den Beiden zugesichert haben soll, dass es „unmöglich sei sie zu feuern“.
West und Zampella behaupten nun die Aussage von Kotick sei nur ein Lippenbekenntnis gewesen und Activision habe stattdessen systematisch daran gearbeitet die Modern Warfare und Call of Duty Reihe ohne die beiden Entwickler auszubauen. Dem Vertrag zu Folge hätte der Publisher sein Vorgehen aber mit Beiden absprechen müssen.
Darum streben West und Zampella in ihrer Klageerweiterung an, dass der Vertrag aufgehoben wird. Sollte das Gericht dem zustimmen, dann könnten auch diese Modern Warfare als Marke benutzen, so dass man in Zukunft mit Modern Warfare Spielen von Activision und EA rechnen könnte.
Quelle: Gamespot.uk

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