Raven Software entlässt einige Leute aus der Qualitätssicherung

Raven Software entlässt gut einen Drittel seiner Leute aus dem Qualitätssicherungsbereich. Aber was bedeutet das?

Activision Blizzard ist in letzter Zeit ständig unter Beschuss. Die letzte Negativschlagzeile gab es, weil man den Publisher durch seine Belästigungs- und Sexismusvorwürfe nicht bei den Game-Awards dabei haben möchte, um neue Spiele vorzustellen. Nun entlässt das zugehörige Entwicklerstudio Raven Software einige seiner QA-Tester.

Falsche Versprechungen

Ins Rollen gebracht hat das Ganze ein Associate Community Manager namens Austin O’Brien. Auf Twitter postete er, dass seinen Freunden bei Raven Software monatelang versprochen wurde, dass Activision an Umstrukturierungen arbeite, um die Gehälter der Arbeiter zu erhöhen. Dadurch fühlten sich die Mitarbeiter so sicher, dass sie sogar Versetzungen in andere Staaten zugestimmt hatten. Und jetzt würden sie einfach vor die Tür gesetzt. Dazu wurden sie in einzelne Meetings gerufen, um zu erfahren, ob sie nun nach dem 28. Januar noch bei Raven Software arbeiten dürfen.

Die genannten Umstrukturierungen bringen den Mitarbeitern, welche bleiben dürfen eine Lohnerhöhung von $1.50 die Stunde – also von $17.00 auf $18.50. Zusätzlich gibt es noch verschiedene Boni und quartalsabhängige Prämien. Laut Kotaku sei das aber ein fadenscheiniges Versprechen innerhalb der Industrie, um Mitarbeiter in Vollzeitstellen zu locken. So sind es mittlerweile knapp 1/3 der QA-Belegschaft, die gehen müssen. Und nächste Woche sollen es noch einige mehr werden.

Auch die Washington Post hat darüber berichtet. Und so sagt einer der Unglücklichen: „Ich bin verletzt und fühle mich hintergangen. Den meisten der gefeuerten Mitarbeiter wurde gesagt, dass sie nichts falsch gemacht hätten.“

Kündigungen wegen schlechter Zahlen? Eher nicht!

Das Erste, woran man denken muss, wenn man solche Nachrichten hört, ist, dass es dem Unternehmen ja schlecht gehen müsse. Vor allem, wenn man an die aktuellen Skandale um Activision Blizzard denkt. Aber so scheint es nicht zu sein.

2021 war ein sehr umsatzstarkes Jahr für das Unternehmen. Sogar noch besser als 2020. Aber Activision sei dafür bekannt, viele Mitarbeiter zu feuern, wenn es gut läuft. Im Jahr 2019 haben wohl knapp 9% der Mitarbeiter ihren Job verloren. Und dieses Jahr erhielt der CEO Bobby Kotick ganze 155 Millionen US-Dollar über eine Aktionärsabstimmung. Das Thema löst jetzt schon einen neuen Shitstorm aus und viele Menschen in den sozialen Medien wünschen Activision Blizzard den Untergang.

Was haltet Ihr von dem Thema? Schreibt es uns in die Kommentare!

Quellen: Washington Post / Kotaku