WERBUNG
Newstipp sendenHome » Reviews » Hardware Reviews » Soundcheck: SteelSeries 7H

Soundcheck: SteelSeries 7H

Total: 1 0 0 0 0 0 0 0Nach unserem letzten Test eines Headsets wurden wir vielfach gefragt, warum wir ein Xbox-Headset getestet haben. Nun, weil es uns von SteelSeries selbst angeboten wurde, da sagt man nicht nein. Doch da wir wissen, dass hier nun mal überwiegend PC-Zocker ihren Interessen nachgehen, haben wir bei Steelseries …

Nach unserem letzten Test eines Headsets wurden wir vielfach gefragt, warum wir ein Xbox-Headset getestet haben. Nun, weil es uns von SteelSeries selbst angeboten wurde, da sagt man nicht nein. Doch da wir wissen, dass hier nun mal überwiegend PC-Zocker ihren Interessen nachgehen, haben wir bei Steelseries noch das 7H, praktisch das PC-Pendant zum 5XB, angefragt und intensiv betrachtet.

WERBUNG

Eigentlich könnte man sagen: Lest euch das Spectrum 5XB Review durch. Denn in den meisten Punkten decken sich beide Headsets. Aber ganz so einfach kann man es sich dann auch nicht machen.

Das 7H ist angenehm leicht und nach einer kurzen Zeit der Eingewöhnung angenehm zu tragen. Zuallererst fällt der massive Anpressdruck des Headsets auf, selbst dann, wenn man es gerade nicht auf dem Ohren hat. Für den ein oder anderen sicherlich erst einmal sehr ungewohnt, so hat dieser Punkt einen durchaus hohen Stellenwert. Der Kopf eines jeden Spielers entspricht eben nach Charles Darwin keiner festen Norm, nicht wenige Headsets sitzen daher relativ locker, weil sie nicht genügend Druck aufbauen. Das 7H sitzt jedoch geradezu bombenfest.

Headsets und Kopfhörer werden unterschieden in einer geschlossenen und offenen Bauart [Anm.: Der Unterschied der Bauarten wird in unserer kommenden F.A.Q erklärt – wer an dieser F.A.Q. mitwirken möchte, möge sich bitte an service@esgn.eu wenden, danke!]. Das 7H gehört der ersteren Variante an, die Hörer sind komplett mit einer Plastikschale umschlossen und bieten daher schon eine gewisse Dämpfung der Umgebungsgeräusche. Das ist natürlich Geschmackssache. Doch als einer der wenigen Hersteller überlässt Steelseries dann dem Käufer die Wahl, ob er die Außengeräusche noch weiter dämpfen will. Dem 7H liegen zwei Arten von Ohrpostern bei, einmal aus Leder, einmal aus Stoff. Letzterer dämpft zusätzlich nur noch ganz minimal weiter die Außengeräusche während bei der Ledervariante sämtliche Geräusche sehr gut gedämpft werden. Jedem, wie er mag. Zwar bieten beide Varianten einen recht guten Tragekomfort, allerdings fallen sie auch relativ klein aus – potentielle Träger dieses Headsets sollten damit rechnen, dass ihre Ohren nicht ganz in die Polster passen und somit das Tragegefühl anfangs etwas unangenehm sein könnte.

Optik und Haptik sind ebenfalls exzellent. Gut, über die Optik mag man streiten können, ein super gestaltetes Headset kann jedoch (und das wahrlich nicht selten) technischer Müll sein – darum sollte man auch schlichtere Designs nicht von der eigenen Auswahlliste streichen. Man hat beim 7H nirgendwo den Eindruck, dass in naher Zukunft etwas defekt gehen könnte. Und das trotz derselben Flexibilität des Spectrum 5XB: Es lässt sich in insgesamt vier Teile zerlegen, inklusive Kabel. Wenn man die Ohrpolster mitrechnet, sind es gar derer acht. Das ganze lässt sich somit äußerst platzsparend verstauen, wenn man unterwegs zu einer LAN ist. Ein nettes Gimmick, wenngleich auch eigentlich nicht zwingend notwendig. Einzig schön und eventuell störend zugleich könnte das Kabel selbst sein: Es ist „gesleeved“, sprich mit einer Stoffhülle ummantelt. Sehr edel, allerdings eventuell dann störend, wenn man gerade kein Spiel spielt sondern sich im Teamspeak und Co mit anderen unterhalten will. Denn dann sendet das Kabel die Geräusche beim Reiben des Kabels an der eigenen Kleidung an das linke Ohr weiter, was durchaus als störend empfunden werden kann. Beim Spielen oder Hören von Musik ist das allerdings völlig irrelevant, da dieser Effekt dann von den Sounds deutlich übertüncht wird.

Apropos Musik. Während viele Headsets wirklich nur zum Zocken geeignet sind, wenn überhaupt, so schafft das 7H den Spagat ausgesprochen gut. Vielleicht etwas zu gut, denn insgesamt betrachtet ist das Headset relativ basslastig. Vielleicht etwas zu viel für jene Multiplayer-Zocker, die höchsten Wert darauf legen die Sounds im Spiel möglichst differenziert wahr zu nehmen. Hierbei steht es zwar ebenfalls gut da, ein wenig weniger Bass jedoch wäre an dieser Stelle nicht schlecht. Für alle anderen jedoch ist das Headset gut geeignet, beim (für nicht wenige wichtigeren) Singleplayer eines Spiels oder auch bei Filmen und Musik bietet es viel Qualität sowohl im Hoch-, Mittel und vor allem im Tieftonbereich für intensive Explosionen, nette Dialoge, basslastigere oder orchestrale Musik und dergleichen.

Das Mikrofon lässt ebenfalls praktisch keine Wünsche offen. Es lässt sich dank des flexiblen Kabels frei ausrichten. Trotz dieser Tatsache ist es so steif, dass es in der jeweilig gewünschten Position verbleibt und nie den Eindruck erweckt, dass es bei anständiger Behandlung brechen könnte. Die Sprachqualität des Mikrofons ist ebenfalls sehr gut. Es ist empfindlich genug, bietet eine natürliche Wiedergabe der Stimme des Headsetträgers und filtert die gröbsten Umgebungsgeräusche gut heraus, sodass nicht jeder kleine Ton am Schreibtisch im Teamspeak die Sprachaufnahme aktiviert. Auch ließen sich Audioaufnahmen, beispielsweise Podcasts, bedenkenlos mit diesem Headset aufzeichen. Und wenn man das Mikro mal nicht braucht, lässt man es ganz einfach wieder im Kopfhörer verschwinden.

Alles in Allem ist das SteelSeries 7H Headset für seine unverbindliche Preisempfehlung von 99,99 Euro (Straßenpreis ca. 80 Euro inkl. Versand, Geizhals.at/Deutschland, Stand 23.01.2010) grundsolide und praktisch für jeden Einsatzzweck am Rechner sehr gut geeignet. Und auch an Mobilgeräten wie einem Netbook, Smartphone oder MP3 Player macht es eine gute Figur. Es ist trotz seines eigentlich spezifischen Einsatzzwecks als Kommunikationsmittel eine achtteilige Allzweckwaffe.

Wir danken SteelSeries für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung des Testmusters.

Ein Hinweis unsererseits: Sound wird immer subjektiv wahrgenommen. Es ist zwar möglich, wenn auch sehr aufwändig und teuer, eine absolut objektive Bewertung zu liefern, doch es liegt in der Natur des Menschen, dass die Wahrnehmung von Tönen und Geräuschen von Gehör zu Gehör immer ein klein wenig anders ist, ein noch so objektiver Test damit nutzlos wird. Darum dienen unsere Tests im Bereich Audio grundsätzlich als subjektive Entscheidungshilfe, darf aber nicht als abschließendes, fixes Fazit gesehen werden.

Unterstütze die Call of Duty Infobase!

Der Betrieb unserer Seite, Lizenzen und diverse Features kosten uns jeden Monat einiges an Geld, das nicht allein durch Werbung zu decken ist. Wenn Du uns unterstützen möchtest, freuen wir uns über eine kleine Spende

Zur Spendenseite

Call of Duty Infobase Telegram Newsletter

Du möchtest immer auf dem Laufenden bleiben? Du möchtest bei wichtigen News wie Serverausfällen, neue Patches oder Infos zu DLCs sofort erhalten? Dann haben wir da was für Dich!

NEU! Der Call of Duty Infobase WhatsApp Newsletter!

Weitere News

Über shadesofmett

Seit 2004 bei der Infobase. Dank der Infobase seit 2011 als Softwareentwickler in der Webanwendung tätig – ohne sonstige Ausbildung. Leidenschaftlicher Fotograf, freiberuflich tätig unter anderem für Hamburg.de. Zuständig bei der Infobase für die Technik und Design sowie als Berater. Ebenso ab und an Redaktionell und als Fotograf.

Ein Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.Pflichtfelder sind markiert *

*

Send this to a friend

SERVER 2: 88.198.64.16