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Tellerrand – Interview mit dem Half-Life 2 Leaker

Total: 0 0 0 0 0 0 0 0 Heute kramen wir mal ein wenig in der Kiste der Gaming-Geschichte, genauer gesagt nehmen wir uns die Kiste für das Jahr 2003 vor. Zu dieser Zeit passierte der wohl populärste Leak überhaupt, zumindest aus den Augen von Zockern und unter Ausschluss von Wikileaks, als der Quelltext …

Heute kramen wir mal ein wenig in der Kiste der Gaming-Geschichte, genauer gesagt nehmen wir uns die Kiste für das Jahr 2003 vor. Zu dieser Zeit passierte der wohl populärste überhaupt, zumindest aus den Augen von Zockern und unter Ausschluss von Wikileaks, als der Quelltext von im Internet auftauchte. Der Quell der Geschehnisse, Axel Gempe, hat nun mehr als sieben Jahre später ein Interview dazu gegeben.

Half-Life 2 Logo

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Auch heut zutage sind Leaks immer noch interessante Themen, wie der jüngste Fall von Crysis 2 zeigte. Einerseits ist es für einen Teil der Ungeduldigen Spieler ganz nett schon vorzeitig in den Genuss des Spieles zu kommen, anderseits ist es für die Programmierer und Entwickler ein Schlag ins Gesicht. Für war es in den September Tagen des Jahres 2003 mehr als ein Schlag, es war ein riesiges Fiasko. Doch Arbeiten wir noch mal kurz die Eckdaten heraus:

Die Entwicklung von Half-Life 2 begann 1999, der geplante Release-Termin war der 30. September 2003. Doch trotz der vier Jahre an Entwicklung war bereits im Laufe des Frühlings des Release-Jahres klar, dass der Veröffentlichungs-Termin nicht eingehalten werden kann. Am 19. September tauchte dann plötzlich der Quelltext im Internet auf, einige Tage später auch eine kompilierte, lauffähige Version, welche aber auch die Unfertigkeit des Spieles offen legte. Valve verschob den Verkaufsstart auf unbestimmte Zeit, erlitt einen extrem großen Finanz- und einen noch größeren Imageschaden.

Ich war naiv und tat Dinge die ich nie hätte machen sollen.

Das ist die heutige Sicht von Axel Gempe auf die Ereignisse, die er jetzt in einem Interview Eurogamer erzählte. Der damals 21 Jährige war kein Krimineller, sondern einfach nur ein normaler Mensch und ein großer Fan von Half-Life. Auch er war geplagt von einer Neugier nach Informationen zu dem Zweitem Teil der Geschichte von Gordon Freeman, was ihn dazu bewegte seine Kenntnisse zum Hacken auch einmal bei den Servern von Valve auszuprobieren.

Szene aus HL2

Szene aus

Er hatte nicht wirklich damit gerechnet, aber durch einige kleinere Sicherheitslücken konnte er sich am Ende doch Zugang in den Internen Bereich des Entwicklerstudios verschaffen. Da zu Beginn noch die Angst aufzufliegen überwog, arrangierte sich Gempe erstmal als passiver Beobachter und erfreute sich einfach seines Blickfenster auf die Tätigkeiten im Hause Valve.

Doch wieso nicht mehr wagen? Wieso sollte man sich nicht noch mehr Informationen beschaffen? Diese Fragen mussten wohl auch im Kopf des jungen Gamers gespuckt haben, angespornt dadurch, dass er auch nach einiger Zeit immer noch nicht entdeckt wurde. Mit nur wenigen Mausklicks leitet er schließlich Valves größten Alptraum ein, und schickt den Quelltext von Half-Life 2 über die Datenautobahn von Seattle nach Schönau im Schwarzwald auf seine Festplatte.

Die Katze war aus dem Sack. Du kannst das Internet nicht stoppen

Fünf Monate nachdem der Leak in die weiten Welten des Internet gelangt ist, schrieb Gempe eine Mail an Gabe , in der er seine Taten mit Reue offenbarte und sich versuchte zu erklären. Ab diesen Punkt wird es richtig skuril.

Es war und ist auch immer noch mein Traum für einen Spiele Entwickler zu arbeiten, so fragte ich einfach. Ich hoffte sie könnten mir meine Taten vergeben, da es ja vor allem nicht mutwillig war.

So fragte Gempe einfach nach einer Stelle bei Valve und zu dessen Überraschung willigte Newell ein. Er wurde zu einem erstem Telefoninterview gebeten, wo er über seine bisherigen Erfahrungen sprach, aber natürlich auch sein Eindringen in Valve innerstes ausführlich beschreiben durfte. Anschließend wurde er zu einem zweiten Gespräch eingeladen, diesmal aber nicht via Telefon sondern direkt in Valves Firmensitz.

Gabe Newell

Gabe Newell

Der Haken war nur, dass die Einstellung nie zur Diskussion stand. Das Telefongespräch wurde vom FBI aufgezeichnet und als Geständnis gewertet, das Treffen in der USA sollte die Festnahme bezwecken. Zu letzterem kam es aber nicht, da auch die deutsche Polizei informiert wurde, die den jungen Mann verhaftete und so auch vor einen Prozess in Amerika bewahrte.

Ich würde ihm [Gabe Newell] heute folgendes sagen: Ich bedaure sehr was ich ihnen angetan hab. Ich hatte nie beabsichtigt ihn Schaden zu zufügen. Wenn ich es rückgängig machen könnte, ich würde es tun. Es stimmt mich immer noch betrübt wenn ich daran denke. Ich hätte es geliebt einfach nur zu beobachten wie ihr euer Ding macht, aber am Ende hab ich es zerstört.

Für ihn kam als Konsequenz ein Gerichtsprozess, wo er zu 2 Jahren auf Bewährung verurteilt wurde. Gempe bestreitet im übrigen, dass er den Quelltext ins Internet geladen hat – ein vermeintlicher Freund hat seinen Angaben zu folge sein Wort nicht gehalten.

Wenn ihr noch mehr über das Thema wissen wollt, lohnt es sich das ausführliche, englische Interview auf Eurogamer zu lesen.

Quellen: EuroGamer.net, Half-Life Portal

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3 Kommentare

  1. „Mit nur wenigen Mausklicks *leidet* er schließlich Valves größten Alptraum ein“ – kleiner Tippfehler.
    Soll kein Rechtschreib-Flame sein, sondern nur ein Hinweis ;-)

    Sehr interessanter Artikel, toll aufbereitet.

  2. Ha, ja^^ Danke für den Hinweis, hab es korrigiert. ;)

  3. weiß nicht wohin aber seit ihr momentan einfach nur zu langsam liebe infobase

    wo bleibt die news
    http://www.gamestar.de/spiele/battlefield-3/news/battlefield_3,45612,2321217.html#comments

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